Schalke dank Auswärtstor-Regel weiter

FUSSBALL ⋅ Borussia Mönchengladbach und Schalke haben sich auch im Rückspiel der Europa-League-Achtelfinals unentschieden getrennt. Schalke holte dabei auswärts einen 0:2-Pausenrückstand auf und steht nach dem 2:2 in den Viertelfinals.
16. März 2017, 23:48
Borussia Mönchengladbach hatte im Duell der Bundesligisten gegen Schalke die Vorteile zur Pause auf seiner Seite. 2:0 führte das Heimteam, nachdem das Hinspiel 1:1 geendet hatte. Das zweite Tor der Gladbacher, erzielt mit einem sehenswerten Weitschuss von Stratege Mahmoud Dahoud, war aber nicht die Entscheidung. Schalke schaffte in der zweiten Halbzeit innerhalb von 13 Minuten die Wende. Zunächst wurde der Schweizer Yann Sommer im Gladbacher Tor von einem Aufsetzer des Internationalen Leon Goretzka düpiert (52.), dann verwertete der Franzose Nabil Bentaleb einen Penalty zum 2:2, nachdem der Ball an die Hand von Dahoud gesprungen war (65.).

Das 2:2 im dritten Spielen zwischen Borussia und S04 innerhalb von anderthalb Wochen war am Ende dank der Auswärtstor-Regel wie ein Sieg für Schalke. In einer enttäuschenden Saison hat das Team von Markus Weinzierl weiterhin die Chance, einen Titel zu gewinnen und sich sogar − im Falle eines Triumphs in der Europa League − für die nächste Champions League zu qualifizieren. In der Bundesliga beträgt der Rückstand auf einen CL-Platz zwölf Punkte. Borussia Mönchengladbach dagegen verpasste die erste Qualifikation für einen Europacup-Viertelfinal seit 1995/96.

Weilers Team im Viertelfinale
René Weiler ist der Baumeister eines historischen Erfolgs von Anderlecht. Der Zürcher Trainer führte den belgischen Rekordmeister und früheren UEFA-Cup-Sieger RSC Anderlecht erstmals seit 20 Jahren in einen Europacup-Viertelfinal. Der «Royal Sporting Club» aus Brüssel setzte sich gegen APOEL Nikosia ohne grössere Mühe durch. Nach dem 1:0-Auswärtssieg gewann Anderlecht auch im eigenen Stadion 1:0. Den letztlich zu knappen Erfolg schoss der Ghanaer Frank Acheampong in der 65. Minute heraus.

Damit stehen mit Genk (6:3 im Gesamtskore gegen Gent) und Anderlecht erstmals seit 1993 zwei belgische Klubs in Europacup-Viertelfinals. Der erstaunliche Weg der Teams aus der Pro League schlägt sich auch im UEFA-Ranking nieder: Belgien rückte auf Platz 8 vor, während die Schweiz zum Abschluss dieser Saison auf Platz 13 abrutschen wird.

Ein weiteres Absacken der Schweizer Klubs verhinderte Besiktas Istanbul, indem es mit Olympiakos Piräus das letzte Team aus Griechenland eliminierte. Die Türken setzten sich gegen den Serienmeister aus dem Nachbarland 4:1 durch, obwohl sie über eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen mussten. Der Beitrag von Gökhan Inler war dabei marginal. Der Schweizer wurde erst in der Nachspielzeit eingewechselt. Seit der Winterpause hat Inler nur in drei von 15 Pflichtspielen zur Startformation des türkischen Meisters gehört.
Die AS Roma schaffte es gegen Olympique Lyon trotz starker Leistung nicht, den 2:4-Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Trotz einer Vielzahl von Chancen gewannen die Römer bloss 2:1. Damit ist der letzte Vertreter der Serie A in der Europa League ausgeschieden, während sich Lyon zu einem Mitfavoriten auf den Titel entwickelt hat. Rhythmus und spielerische Qualität waren im Duell Roma − Lyon weit höher als in den anderen sieben Achtelfinals. (sda)

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