Saibene auf dem Weg nach Deutschland

SUPER LEAGUE ⋅ Trainer Jeff Saibene wird den FC Thun wohl vorzeitig verlassen. Saibene, dessen auslaufender Vertrag in Thun Ende Saison nicht verlängert wird, liegt ein Angebot von Arminia Bielefeld vor.
Aktualisiert: 
16.03.2017, 17:00
16. März 2017, 17:09

Wie der FC Thun bestätigte, hat Saibene den Super-League-Klub über das vorliegende Angebot aus der 2. Bundesliga informiert. Der 48-jährige Luxemburger soll bei Arminia Bielefeld den drohenden Abstieg verhindern.

Bielefeld ist nach 24 Spieltagen Tabellenletzter. Der Rückstand auf den Barrageplatz beträgt zwei und jener auf den rettenden 15. Platz vier Punkte. Am Dienstag wurde Trainer Jürgen Kramny entlassen. Interimscoach Carsten Ramp darf das Team wegen fehlender Lizenz maximal 15 Tage lang betreuen.

Noch sei nichts unterschrieben, teilten die Thuner mit. Steine dürften sie Saibene indes nicht in den Weg legen. Bereits seit Mitte Januar ist bekannt, dass Saibene im Sommer als Cheftrainer von seinem bisherigen Assistenten Marc Schneider abgelöst wird. Da sich die sportliche (und auch finanzielle) Situation des FC Thun in den letzten Wochen entspannt hat, dürfte ein vorzeitiger Trainerwechsel keine grösseren Probleme darstellen. Am Sonntag gegen den FC St.Gallen werde Saibene aber in jeden Fall noch als Cheftrainer des FC Thun amten.
  • 10.11.2013: Jeff Saibene im Regen; dennoch gewinnt sein FC St.Gallen das Cup-Achtelfinalspiel gegen Aarau mit 4:0.
  • 8.03.2011: FC St.Gallen Präsident Dölf Früh stellt Jeff Saibene als neuen Trainer vor.
  • 25.05.2011: Saibene kann den Abstieg in die Challenge League nicht verhindern. Der FC St.Gallen verliert das letzte Meisterschaftsspiel gegen die Young Boys mit 2:4.

Das waren die emotionalsten Momente von Jeff Saibene als Trainer des FC St.Gallen. Im Herbst 2015 gab er nach rund viereinhalb Jahren seinen Rücktritt bekannt.

Saibene war bis am 1. September 2015 Trainer beim FCSG. Nachdem er das Amt vom entlassenen Uli Forte übernommen hatte, stieg er mit den St.Gallern zwar in die Challenge League ab, schaffte aber den direkten Wiederaufstieg. Der FCSG landete auf einem Europa-League-Platz, es folgte mit dem Sieg gegen Spartak Moskau der sensationelle Einzug in die Gruppenphase. Saibene verliess den FC St.Gallen aus der Überzeugung, dass es "einen neuen Mann mit neuen Ideen" brauche, wie er an der Medienkonferenz erklärte. (sda/jw)


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