Sieg gegen den FC Wil: Xamax marschiert weiter Richtung Super League

CHALLENGE LEAGUE ⋅ Trotz einer couragierten Leistung verliert der FC Wil das Heimspiel gegen den designierten Aufsteiger Xamax mit 2:3. Die Entscheidung fällt nach der Pause, als die Neuenburger in elf Minuten drei Tore erzielen. Zwei Wiler Penaltytreffer kommen zu spät.
09. April 2018, 22:28
Simon Dudle

Im Vergleich der beiden einzigen Challenge-League-Teams des Jahres, die zuvor noch unbesiegt waren, rechnete sich der FC Wil gegen den designierten Aufsteiger in die Super League durchaus Chancen aus. Schon in den ersten beiden Vergleichen dieser Saison mit den Neuenburgern hatten die Ostschweizer ansehnlich dagegengehalten, ohne allerdings zu punkten. Wenige Minuten vor Spielbeginn hatte Trainer Konrad Fünfstück im Stadioninterview verlauten lassen, dass man ­Xamax «richtig fordern» wolle. Dazu sei ein «fehlerloser Auftritt» mit geradlinigem Spiel nach vorne nötig.

Die Wiler Spieler leisteten der Aufforderung ihres Trainers lange Folge und zeigten eine starke erste Halbzeit. Sie hatten mehr Abschlüsse als Xamax und gar leichte spielerische Vorteile zu verzeichnen. Nach dem Seitenwechsel bewiesen aber die Neuenburger, wieso sie in der kommenden Saison mit allergrösster Wahrscheinlichkeit in der Super League spielen werden. Sie brauchten einmal mehr nicht viele Chancen, um zu Toren zu kommen. Samir Ramizi erzielte binnen elf Minuten zwei Treffer, dazwischen traf auch Igor Djuric. Somit fiel schliesslich nicht 
ins Gewicht, dass mit Raphaël ­Nuzzolo der mit Abstand beste Torschütze in dieser Challenge-League-Saison krank fehlte.


Wieder keine Punkte gegen Xamax

Da rund eine Viertelstunde vor Schluss Zé Eduardo mittels Foulpenalty auf 1:3 verkürzte, hatte es eine Duplizität gegeben mit jenem Spiel, als die beiden Mannschaften im Dezember 2017 in der Maladière letztmals aufeinandergetroffen waren. Auch damals hatten die Wiler lange gut mitgehalten und waren mit den Neuenburgern auf Augenhöhe. Auch damals trafen die Neuenburger in kurzer Zeit dreimal und entschieden die Partie vorzeitig.

Dass dieses Mal in der Nachspielzeit noch der Anschluss­treffer durch Ivan Audino mittels Handspenalty fiel, war schliesslich nur eine Randnotiz, weil ebendieser Audino in der einzig danach verbleibenden Situation im Neuenburger Strafraum ein Dribbling dem Abschluss vorzog. So bezogen die Wiler zwar die erste Niederlage des Jahres und bleiben gegen Xamax in dieser Saison ohne Punkt, konnten das Stadion aber erhobenen Hauptes verlassen. Für Xamax war es im vierzehnten Auswärtsspiel der zehnte Sieg. Seit Ende September gab es keine Niederlage mehr.


Wil – Xamax 2:3 (0:0)
IGP-Arena: 1030 Zuschauer. – Sr: Schärli.
Tore: 54. Ramizi 0:1. 59. Djuric 0:2. 65. Ramizi 0:3. 74. Zé Eduardo (Foulpenalty) 1:3. 93.  Audino (Handspenalty) 2:3.
Wil: Kostadinovic: Rahimi, Lekaj, Stillhart; von Niederhäusern, Zé Eduardo, Lombardi (61. Scholz), Hefti; Audino; Volanthen (58. Jong), Cortelezzi (68. Alves).
Xamax: Walthert; Lawson (46. Sejmenovic), Gomes, Djuric, Obexer; Corbaz, Di Nardo; Ramizi, Doudin (63. Nimani), Tréand (72. Delley); Karlen.
Bemerkungen: Wil ohne Savic (verletzt), Freid, Muslin, Maroufi, Keller, Latifi und Baumann (alle nicht im Aufgebot). Xamax ohne Nuzzolo (krank), Mulaj, Veloso (beide gesperrt), Nicastro, Xhemajli und Kilezi (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnung: 52. von Niederhäusern (Foul). 71. Di Nardo (Foul). 75. Zé Eduardo (Foul). 77. Alves (Schwalbe). 85. Lekaj (Unsportlichkeit). 92. Karlen (Hands) – 59. Kostadinovic lenkt Schuss Tréand an den Pfosten.
Rangliste:
1. Xamax 27/67. 2. Servette 27/49. 3. Vaduz 27/46. 4. Schaffhausen 27/45. 5. Rapperswil-Jona 26/42. 6. Aarau 27/30. 7. Chiasso 27/27. 8. Wil 26/26. 9. Winterthur 27/21. 10. Wohlen 27/15.


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