Was dem FC Wil wegen des Lichts droht

FC WIL ⋅ Zweieinhalb Wochen vor Saisonstart scheint festzustehen: Der FC Wil erfüllt die Lizenzauflagen der Liga betreffend Licht trotz Aufforderung in der geforderten Frist nicht. Das Feld der möglichen Sanktionen ist gross.
05. Juli 2017, 22:30
Simon Dudle
Es sind zwar die längsten Tage des Jahres, trotzdem wird das Licht im Bergholz heiss diskutiert. Von der Liga ist der FC Wil aufgefordert worden, die Anlage bis zum Saisonstart aufzurüsten und somit eine Lizenzauflage zu erfüllen. Nun scheint klar: Die Zeit ist zu knapp dafür.

Das Vorgehen der Stadt, welche Eigentümerin des Stadions und somit auch für den Ausbau verantwortlich ist, sieht vor, dass das Bauprojekt während 30 Tagen öffentlich aufgelegt wird. Bis diese Frist verstrichen ist, rollt der Ball in der neuen Saison längst. Soweit ist es aber noch nicht. «Zwischenzeitlich hat ein Lichtplaner im Auftag der Stadt Wil die notwendigen Projektierungsarbeiten betreffend Beleuchtungsanlage im Stadion Bergholz vorgenommen. Als nächstes werden die Anwohner informiert, bevor das Projekt aufgelegt wird. Erst dann kann die Umsetzung erfolgen», sagt Stefan Hauser, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Wil.

Somit stellt sich die Frage der Konsequenzen, die dem FC Wil drohen. Dazu sagt Philippe Guggisberg, Sprecher der Swiss Football League: «Zuerst wird eine Auslegeordnung des Sachverhalts vorgenommen und dann allenfalls eine Anzeige an die Disziplinarkommission erfolgen. Diese wird beurteilen, ob die Voraussetzungen für eine Sanktion gegeben sind oder nicht.»
 

Im schlimmsten Fall gar ein Lizenzentzug

Sollte der FC Wil eine Strafe kassieren, so ist vieles möglich – von einer Busse bis hin zu Punktabzügen. Im schlimmsten Fallen wären es zwölf. Als Ultima Ratio könnte gar die Lizenz entzogen werden. «Beim Abzug von zwölf Punkten handelt es sich aber um die theoretische Maximalstrafe, welche vorliegend gewiss nicht realistisch ist», sagt Guggisberg. Trotzdem muss die Sache schnellstmöglich gelöst werden. Der FC Wil hat ein dringliches Gespräch mit der Stadt Wil gefordert. Zu diesem wird es laut Aussagen von Medienchef Dani Wyler in den nächsten Tagen auch kommen.

Auf dem Rasen sind die Meldungen, welche vom FC Wil kommen, positiver als auch schon. Im gestrigen Testspiel beim Doublegewinner FC Basel holten die Äbtestädter ein beachtliches 0:0. Somit sind sie in der laufenden Vorbereitungsphase nach drei Spielen noch unbesiegt. «Wir haben leidenschaftlich verteidigt. Testspiele sind aber ein Muster ohne Wert. Sie werden keinesfalls überbewertet», sagt Trainer Konrad Fünfstück. Morgen um 19.30 Uhr trifft Wil im nächsten Testspiel in der IGP-Arena auf Tuggen.

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