Viel Kampf, wenig Unterhaltung

FC WIL ⋅ Nach zuvor fünf Niederlagen in Serie realisiert der FC Wil bei Aufsteiger Rapperswil-Jona ein torloses Unentschieden. Auf einen Treffer wartet er seit neun Stunden.
20. September 2017, 23:02
Simon Dudle, Jona
Es war ein typisches 0:0-Spiel, das den gut 1500 Zuschauern im Joner Grünfeld geboten wurde. Am Werk waren zwei engagierte Mannschaften, deren offensive Qualität aber begrenzt ist. Die Wiler blieben zum sechsten Mal hintereinander ohne Torerfolg, holten aber immerhin mal wieder einen Punkt. «Wir haben das Ziel erreicht, kein Tor zu kassieren. Wir haben auch das Ziel erreicht, die Niederlagenserie zu durchbrechen. Es ist uns aber nicht gelungen, den Ball über die Linie zu drücken», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück. Hinzuzufügen ist, dass sich die Gäste während des gesamten Spiels keine wirklich klare Torchance erspielten. Es half diesbezüglich auch nichts, dass Rapperswils Cristian Pecci nach knapp einer Stunde des Feldes verwiesen wurde. Bereits verwarnt, fuhr er gegen Etienne Scholz so deutlich den Ellenbogen aus, dass selbst das Heimpublikum nicht gegen den Ausschluss protestierte.

Zwar hatten die Wiler danach mehr Ballbesitz, sie fanden in er Rapperswiler Abwehr aber keine Lücken. Da sich auch die Gastgeber in der Offensive äusserst schwer taten, blieb es bei einer einzigen Torchance im gesamten Spiel. Diese hatte es aber in sich. Zehn Minuten vor der Pause lief Dominik Schwizer Wils Verteidiger Michael Gonçalves davon und umspielte auch noch Granit Lekaj. Der Abschluss ging dann aber knapp am Pfosten vorbei.

Es war ein Spiel, welches die aktuelle Situation des FC Wil widerspiegelte. Es dominiert in dieser Phase der Kampf. Typisches Zeichen dafür waren total elf Verwarnungen an die Adresse der beiden Teams. Zur offensiven Harmlosigkeit passt auch, dass die Wiler als einziges Team der Liga auch nach acht Meisterschaftsspielen vor der Pause noch kein einziges Tor erzielt haben. Dafür blieb Noam Baumann erstmals ohne Gegentor.
 
Rapperswil-Jona – Wil 0:0
Grünfeld: 1548 Zuschauer. -  Sr: Fähndrich.
Rapperswil-Jona: Yanz; Güntensperger, Kllokoqi, Simani, Elmer; Salanovic (46. Shabani), Pecci, Rohrbach, Schwizer (81. Trachsel); Kubli (60. Jaggy), M. Da Silva.
Wil: Baumann; Gonçalves, Lekaj, Muslin, Schällibaum; Vonlanthen (86. Kucani), Latifi, Zé Eduardo, Scholz, Keller; Cortelezzi (89. Schiavano).
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Helbling (krank), Staubli, Mustafi (beide verletzt), C. Da Silva, Falciano, Wicht, Kleiber und Vranjes (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Stillhart, Savic (beide gesperrt), Lombardi, Ilazi, Sacirovic, Huber (alle verletzt), Miesch, Hamdiu, Maroufi, Roesler, Gjoshi und Rahimi (alle nicht im Aufgebot). – Platzverweis: 57. Pecci (zweite Verwarnung für Foul). – Verwarnungen: 21. Lekaj (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 35. Kubli (Reklamieren). 42. Latifi (Foul). 44. Pecci (Foul). 56. Rohrbach (Unsportlichkeit). 56. Baumann (Unsportlichkeit). 67. Gonçalves (Foul). 80. Güntensperger (Foul). 82. Scholz (Foul). 91. Schiavano (Foul).
 
Rangliste:
1. Xamax 8/21. 2. Schaffhausen 7/18. 3. Servette 8/17. 4. Chiasso 8/9. 5. Vaduz 7/9. 6. Rapperswil-Jona 8/8. 7. Winterthur 7/6. 8. Aarau 8/5. 9. Wil 8/5. 10. Wohlen 7/4.
 

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