Und wieder steht die Null

FC WIL ⋅ Der FC Wil hat eine gute Chance vertan, den letzten Platz an Le Mont abzutreten. Trotz diverser Chancen in der ersten Halbzeit unterliegt er zuhause Winterthur mit 0:1. Seit bald 300 Minuten hat er nicht mehr getroffen.
17. Mai 2017, 22:35
Simon Dudle
Wieder nichts. Auch gegen Winterthur, das nicht in Bestbesetzung antrat, stand die Null. Und zwar in Offensivbereich. Seit 294 Minuten, also fast fünf Stunden, hat Wil nicht mehr getroffen. Wie so oft in den vergangenen Wochen war es abermals so, dass der Auftritt bis zum ersten Gegentor passabel, ja ansprechend, war. Nach dem Seitenwechsel liessen aber die Kräfte nach und Chancen wurden Mangelware. Allerdings hätten die Wiler diesmal vor der Pause mindestens ein Tor erzielen sollen. Der Neo-U19-Nationalspieler Magnus Breitenmoser verfehlte das Tor, Samir Fazli traf aus kurzer Distanz die Latte und Johan Vonlanthen scheiterte alleine vor Goalie Matthias Minder an diesem.
 

Starker Wiler Goalie

Winterthur hatte vor der Pause wenig zu bieten – aber genug, um in Führung zu gehen. Nach einem Angriff, der mittels Abstoss lancierte worden war, kam der Ball zentral im Strafraum zu Arxhend Cani, der seine vielen Freiheiten zum ersten Treffer in der Challenge League nutzte. Wie schon am vergangenen Samstag, als Aaraus Tim Hemmi gegen Wil zu seiner Tor-Premiere in der zweithöchsten Spielklasse gekommen war, ermöglichten die Ostschweizer einer Nachwuchshoffnung ein erstes grosses Glücksgefühl. Cani wird im August 20-jährig, Hemmi wurde es im vergangenen November.

Fiel der Führungstreffer in einer späten Phase der ersten Halbzeit entgegen dem Spielverlauf, so verdienten sich die Winterthurer dieses Tor rückwirkend. In der zweiten Hälfte brauchte es einen starken Wiler Goalie Steven Deana, um nicht höher zu verlieren. Dieser verlässt den Club zu Saisonende und kehrt zu Aarau zurück. «Deana wird eine Lücke hinterlassen», sagte Wils Trainer Maurizio Jacobacci. Er kündete an, dass in den drei verbleibenden Spielen der Saison auch die Ersatztorhüter Noam Baumann und Jim Freid ihre Chance bekommen werden. Dabei soll die Entscheidung reifen, ob einer von ihnen das Potenzial hat zur neuen Nummer eins.
 
Wil – Winterthur 0:1 (0:1)
IGP Arena: 820 Zuschauer. – Sr: Fähndrich.
Tor: 37. Cani 0:1.
Wil: Deana; Stadelmann, Roesler, Stillhart, Bühler (76. Schäppi); Scholz (85. Veliji); Maroufi, Latifi, Breitenmoser (68. Yilmaz), Fazli; Vonlanthen.

Winterthur: Minder; Roth, Schuler, Hebib; Lanza; Dessarzin, Kamber (84. Ljubicic) , Gazzetta, Radice (68. Schättin); Cani (72. Frontino), Sutter.

Bemerkungen: Wil ohne Bottani (gesperrt), Gomis, Lombardi, Ozokwo, Huber, Gjoshi, Mlinar, Ajeti (alle verletzt) und Freid (nicht im Aufgebot). Winterthur ohne D’Angelo, Mangold (beide verletzt), Katz, Avanzini, Silvio, Bünzli, Rafhinha, Russo und Zimmerlil (alle nicht im Aufgebot). – 39. Lattenschuss Fazli. – Verwarnungen: 33. Fazli (Hands). 74. Dessarzin (Foul). 79. Lanza (Foul). 81. Stillhart (Foul).
 
Rangliste:
 
1. FC Zürich 33/79. 2. Xamax 32/69. 3. Servette 33/53. 4. Schaffhausen 32/45. 5. Aarau 32/42. 6. Winterthur 33/38. 7. Wohlen 32/36. 8. Chiasso 32/30. 9. Le Mont 32/30. 10. Wil 33/28.
 

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