Für den Herbst zeichnet sich eine Lösung ab

LICHTERSTREIT ⋅ Am Sonntag beginnt für den FC Wil die neue Saison. Die Forderung der Swiss Football League, bis dahin die Lichtanlage nachgerüstet zu haben, wird nicht erfüllt. Die Stadt hat nun einen Brief mit dem Zeitplan an die Liga geschickt. Ob das genügt, ist offen.
21. Juli 2017, 20:53
Simon Dudle
Die Vorgabe der Swiss Football League ist unmissverständlich: Bis zum Saisonstart ist die Lichtanlage in der IGP-Arena auf die von Fernsehpartner Teleclub geforderten 500 (gleichmässig verteilten) Lux erweitert, oder es droht eine Anzeige bei der Disziplinarkommission. Die Vorgabe wird nicht erfüllt.

So ist schon vor dem ersten Spiel die Frage zu stellen, ob der Verein sanktioniert wird. Ein Punktabzug würde überraschen und müsste zur Folge haben, dass mit Rapperswil-Jona, Wohlen und Chiasso drei Konkurrenten der Wiler noch härter bestraft würden. Besagte Clubs sind von der Lösung weiter entfernt als die Äbtestädter. Während im Bergholz die 500 Lux erreicht werden, die Lichtstärke aber nicht gleichmässig verteilt ist, kommen die anderen Vereine nicht auf die geforderte Lichtstärke. FC-Wil-Präsident Roger Bigger sagt: "Wenn überhaupt, dann wird es eine Busse geben. Über die Höhe kann ich mich nicht äussern, da sich eine unabhängige Kommission damit befasst."
 

Lichter unter dem Stadiondach sollen helfen

Die Stadt als Eigentümerin der Anlage und der Fussballclub haben sich vor einigen Tagen an einen Tisch gesetzt. "Die Stadt hat uns zu verstehen gegeben, dass die gewillt ist, der Verantwortung für diesen Ausbau zu übernehmen. Jedoch brauche es eine Planauflage mit Einsprachemöglichkeit", sagt FC-Wil-Mediensprecher Dani Wyler. Unlängst wurden auch die Anwohner über die Ausbaupläne informiert. Laut Angaben des Clubs ist das Vorhaben, unter dem Stadiondach der Haupttribüne zusätzliche Lichter zu installieren. Somit wird versucht, den Zustand des alten Bergholz-Stadions wieder herzustellen. Damals waren mit jener Anlage, die noch heute besteht, die gleichmässigen 500 Lux erreicht worden. Auf dem Dach der alten Tribüne standen Lichtmasten, welche die gleichmässige Ausleuchtung garantierten.

Die Stadt Wil hat in den vergangenen Tagen einen Brief an die Liga geschickt und ihre Sicht der Dinge darlegt. Dies liess Wyler am Freitag an einem Medienanlass im Bergholz verlauten. In diesem Brief sei erwähnt worden, dass die Arbeiten voraussichtlich im Herbst dieses Jahres ausgeführt werden.

Die ersten drei Heimspiele des FC Wil gegen Vaduz, Wohlen und Winterthur finden alle an einem Samstag oder Sonntag statt und werden nicht live im Fernsehen übertragen. Das erste "Teleclub-Spiel" in der IGP-Arena ist auf den 11. September angesetzt, wenn Neuenburg Xamax seine Aufwartung macht.

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