FC Wil verliert - ein Abbild der Hinrunde

FC WIL ⋅ Der FC Wil verabschiedet sich mit einer 1:2-Niederlage in Schaffhausen als Tabellenletzter in die Winterpause. Einmal mehr ist das Verdikt selbst verschuldet.
11. Dezember 2017, 22:35
Simon Dudle, Schaffhausen
Die Wiler schliessen eine verkorkste Hinrunde mit einer Enttäuschung ab. Bei einem keineswegs überragenden FC  Schaffhausen, der als Tabellenzweiter überwintert, bezogen Ostschweizer eine Niederlage, welche dieses Halbjahr bestens widerspiegelte:  Vorne zu wenig gefährlich, hinten zu inkonsequent und unfällig. Zum wiederholten Mal wurde der Gegner zum Toreschiessen eingeladen. Die Schaffhauser lehnten nicht ab. So nach einer Viertelstunde, als der  Defensivverbund der Gäste im Kollektiv versagte. Guillherme Fioravanti narrte Michael Gonoçalves und Granit Lekaj. Sein Flatterball konnte Wils Goalie Jim Freid nur noch vorne abwehren, wo Tunahan Cicek stand und den elften Saisontreffer erzielte.

Auch beim zweiten Gegentreffer machte Freid keine gute Figur. Unbedrängt spielte der den Ball in zu Luca Tranquilli. Dieser bediente Cicek, der in der Mitte Hélios Sessolo sah, der aus kurzer Distanz auf 2:0 stellte.
 

In zwei Anläufen zum Penalty-Tor

Trainer Konrad Fünfstück sah sich früh zu einem Wechsel gezwungen und bracht nach 27 Minuten  Sandro Lombardi für Etienne Scholz. Für Lombardi war es des Comeback nach rund acht Monaten und einem überstandenen Kreuzbandriss. Kurze Zeit war die  Spannung zurück im Spiel. Wils Caine Keller wurden im Strafraum von André Gonçalves die Beine weggezogen, was Penalty gab. Zwar sah Johan Vonalnthen seinen Abschluss pariert. Jedoch griff Imran Bunjaku ins Spiel ein, nachdem er sich zuvor zu früh in den Strafraum bewegt hatte. Schiedsrichter Vladimir Ovcharov liess den Penalty bei seiner Dernière im Profifussball wiederholen. Vonlanthen trat erneut an und traf sicher. In der verbleibenden Stunde kam offensiv trotz spielerischer Überlegenheit von  Wil aber viel zu wenig nach. «Wir haben offensiv keine Lösungen gefunden», sagte Wils Trainer Konrad  Fünfstück.

Sportlich sind beim FC Wil die Entscheidungen für dieses ernüchternde Jahr 2017 gefallen. Noch  zu klären ist, wer Nachfolger von Roger Bigger als Präsident wird. Dies bestimmt der neu zusammengesetzte Verwaltungsrat an seiner konstituierenden Sitzung, die heute am späteren Nachmittag stat FC Wtfindet. Kronfavorit ist Architekt Maurice Weber, seines Zeichens Hauptaktionär der FC Wil 1900 AG.

Schaffhausen – Wil 2:1 (2:1)
Lipo-Park: 575 Zuschauer. – Sr: Ovcharov.
Tore: 16. Cicek 1:0. 23. Sessolo 2:0. 31. Vonlanthen (Foulpenalty) 2:1.
Schaffhausen: Nikolic; A. Gonçalves, Rhyner, Mevlja; Paulinho, Tranquilli (67. Lika), Bunjaku, Fiaravanti; Castroman (46. Del Torro); Cicek (75. Barry), Sessolo.
Wil: Freid; M. Gonçalves, Lekaj, Stillhart, Schällibaum; Latifi, Scholz (28. Lombardi); Alves (73. Zé Eduardo), Muslin (46. Cortelezzi), Keller; Vonlanthen.
Bemerkungen: Schaffhausen ohne Dangubic, Mikari, Loosli (alle verletzt), Grasseler und Rether (beide nicht im Aufgebot). Wil ohne Kienast (gesperrt), Rahimi (krank), Baumann, Hamdiu, Ilazi, Pugliese (alle verletzt), Huber, Sacirovic, Roesler, Atila, Gjoshi, Schiavano und Uzunovic (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 30. Nikolic (Reklamieren). 37. Vonlanthen (Foul). 73. Schällibaum (Foul). 85. Paulinho (Foul). 90. Latifi (Foul).

Rangliste:
1. Xamax 18/46. 2.  Schaffhausen 18/36. 3. Servette 17/35. 4. Vaduz 18/26. 5. Rapperswil-Jona 17/23. 6. Chiasso 18/20. 7. Aarau 17/18. 8. Wohlen 17/13. 9. Winterthur 18/12. 10. Wil 18/11.


 

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