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Tagblatt Online
14. August 2016, 20:54 Uhr

Wieder eine Wiler Blamage bei Erstligisten

Der Challenge-League-Club Wil ist im Cup bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Bei Stade Lausanne-Ouchy aus der 1. Liga verliert er nach einem indiskutablen Auftritt mit 2:4. Bereits nach 50 Minuten liegt er mit 0:3 zurück.

Simon Dudle/Lausanne

Fussball. Wie schon vor drei Jahren bleibt der FC Wil im Cup bereits in der ersten Runde bei einem unterklassigen Verein aus Lausanne hängen. War 2013 der damalige Promotion-League-Club Le Mont zu stark, so stellte dieses Mal das um sogar zwei Ligen tiefer spielende Stade Lausanne-Ouchy eine zu hohe Hürde dar. Wils Goalie Steven Deana, der eine noch deutlichere Niederlage verhinderte, sagte: "Vom Niveau her müssten wir diesen Gegner mit 5:0 besiegen. Wir haben aber alles falsch gemacht. Wieso das so ist, kann ich mir nicht erklären.“

Deutliche Worte waren angebracht. Denn was der hoch dekorierte FC Wil um Ufer des Genfersees zeigte, wir blamabel. Fast schon offensichtlich hatte er den Gegner unterschätzt.

Zwei Doppeltorschützen
Die Ostschweizer luden die Waadtländer mit individuellen Fehlern richtiggehend zum Tore schiessen ein. Ein erstes Mal nach zehn Minuten, als Carl Martinet einen Freistoss in der neutralen Zone schnell ausführte. Dies genügte, um die Wiler Abwehr schachmatt zu setzen. Sonny Kok traf alleine vor Deana. Zehn Minuten später grätschte Wils Adonis Ajeti gegen ebendiesen Koks ins Leere, so dass der 26jährige Stürmer von Stade Lausanne-Ouchy wieder frei vor Deana auftauchte und erneut traf. Kurz nach der Pause war ein Fehler von Wils Marvin Spielmann Auslöser, dass Kok auf Brice Ngindu spielen und dieser auf 3.0 erhöhen konnte.
Zwar kamen die Wiler in der Schlussphase durch Murat Akin und Samir Fazli binnen dreier Minuten auf 2:3 heran, zu mehr reichte es aber nicht. Im Gegenteil: Ngindu erzielte in der Nachspielzeit bei einem Konter das 4:2. Kok hatte gleich drei Wiler aussteigen lassen.

Trainer spricht nicht
Bereits zum zweiten Mal innerhalb von weniger als zwei Jahren blamierten sich die Wiler bei einem 1.-Liga-Club. Ende Oktober 2014 hatten sie sich im Cup-Achtelfinal von Münsingen düpieren lassen. Auch im Kanton Bern waren sie schnell mit 0:3 in Rückstand geraten und nicht in der Lage gewesen, das Verdikt zu korrigieren.

Nach dieser Niederlage waren Fragen zu stellen. Zum Beispiel jene, ob nach fünf sieglosen Pflichtspielen zum Saisonstart ein nächster Trainerwechsel ins Haus steht. "Diese Frage stellt sich nicht. Es ist die Mannschaft, die ganz anders auftreten muss“, sagte Sportchef Roland Koch. Auffällig war, dass Trainer Ugur Tütüneker in der ersten Halbzeit engagiert coachte, sich nach der Pause aber kaum noch von der Bank erhob. Teammanager Murat Gusinali liess nach dem Spiel ausrichten, dass weder Tütüneker noch der anwesende Verwaltungsrat Abdullah Cila für Fragen zur Verfügung stünden.
 
Stade Lausanne-Ouchy (1. Liga) – Wil 4:2 (2:0)
Juan-Antonio-Samaranch: 350 Zuschauer. – Sr: Musa.
Tore: 11. Kok 1:0. 21. Kok 2:0. 51. Ngindu 3:0. 82. Akin 3:1. 85. Fazli 3:2. 92. Ngindu 4:2.
Stade Lausanne-Ouchy: Enrico; Danner, Geiser, Morax, Rego; Ngindu, Fungilo, Laugeois (89. Nsamba), Martinet (76. Rochat); Mejri (63. Tebib), Kok.
Wil: Deana; Papp, Bühler, Ajeti (57. Huber), Schäppi; Stillhart, Akin; Spielmann (63. Gjoshi), Yilmaz (25. Vonlanthen), Bottani; Fazli.
Bemerkungen: Wil ohne Roux (gesperrt), Nganga, Maroufi, Stadelmann, Korkmaz, Ozokwo, Lombardi (alle verletzt), Freid, Taipi, Gonçalves, Ramos, Roesler (alle nicht im Aufgebot). – 57. Ajeti verletzt ausgewechselt. – Verwarnungen: 66. Fazli (Foul). 69. Bottani (Ballwegschlagen). 88. Kok (Foul).
 


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