Verfahren gegen den FC Wil

FUSSBALL ⋅ Gegen den FC Wil läuft nach dem Ausstieg der türkischen Investoren ein Verfahren der Swiss Football League. Dies aufgrund des nicht bewilligten Eigentümerwechsels des Aktienpakets.

Aktualisiert: 
17.02.2017, 15:00
17. Februar 2017, 12:53
Gemäss Lizenzreglement der Swiss Football League erfordern erhebliche Veränderungen der Verhältnisse bei einem Lizenznehmer die Zustimmung der Lizenzbehörde. Unter diese Bestimmung falle auch eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse, heisst es in einer Medienmitteilung des FC Wil.

Die Liga wurde sofort informiert

Seit Juni 2015 wurde die FC Wil 1900 AG von Mehmet Nazif Günal, Inhaber der MNG-Gruppe, kontrolliert, welcher die Aktienmehrheit über eine Gesellschaft der Gruppe mit Sitz in Dubai hielt. Diese hat per Ende Januar ihre regelmässigen Zahlungen an die FC Wil 1900 AG eingestellt. Gleichzeitig haben die türkischen Verwaltungsräte ihren Rücktritt bekannt gegeben und mitgeteilt, dass sämtliche Aktien der Gesellschaft in Dubai an einen Dritten veräussert worden seien.

Die vom Vize-Präsidenten sofort einberufene Task-Force habe gemäss Medienmitteilung den Präsidenten der Swiss Football League sowie den Licensing Manager umgehend über die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Abgang der türkischen Führung informiert.

Dieser Umstand habe den Licensing Manager veranlasst, bei der Disziplinarkommission der Swiss Football League Anzeige zu erstatten. Gemäss Mitteilung hält dieser fest, dass die Anzeigeerstattung nichts mit der aktuellen Klubführung des FC Wil zu tun habe, sondern allein mit der Tatsache der Übertragung der Aktien, welche von MNG ohne Wissen der Schweizer Verwaltungsräte veräussert worden seien.

Dem ums Überleben kämpfende Challenge-League-Verein droht von Seite der SFL ein weiteres Verfahren, wenn bis Ende Februar die Januar-Löhne nicht bezahlt werden können.

Zwei Spieler verlassen Wil
Am Freitagnachmittag hat der FC Wil nun weiter bekannt gegeben, dass Arturs Karasausks und Igor Nganga den Club in gegenseitigem Einvernehmen per sofort verlassen. Beide haben einem Vergleichsangebot zugestimmt und werden keine Ansprüche an den Club erheben, heisst es in einer Mitteilung.
 
Arturs Karasausks hat im vergangenen Sommer vom lettischen 1. Ligisten FC Skonto Riga in die Ostschweiz gewechselt. Beim FC Wil kam der 25-jährige Stürmer in 13 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dabei drei Tore und bereitete eines vor. Der kongolesische Aussenverteidiger Igor Nganga wechselte gemäss Communiqué ebenfalls im vergangenen Sommer vom Ligakonkurrenten FC Aarau zu den Äbtestädtern. Der 29-jährige kam zu 16 Meisterschaftseinsätzen und erzielte dabei zwei Tore. (pab/sda/lex)
 

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