Nicht mehr als einen Punkt verdient

CHALLENGE LEAGUE ⋅ Der FC Wil hat es verpasst, mit einem Sieg Platz zwei von Xamax zu übernehmen. Beim 0:0 gegen Chiasso mangelt es ihm an Ideen im Offensivspiel.

08. November 2016, 06:58
Simon Dudle

Das Spiel hatte nicht nur aufgrund der Ansetzung am Montagabend Ähnlichkeit mit jenem vor einer Woche gegen Servette. In Genf und gegen Chiasso starteten die Ostschweizer verheissungsvoll, mussten am Schluss aber einen Rückschlag akzeptieren. Der Unterschied: Gegen die Tessiner reichte es immerhin zu einem Punkt, womit die Wiler in dieser Saison vor eigenem Anhang unbesiegt bleiben und gegen Chiasso keines der vergangenen acht Spiele verloren haben.

Die ambitionierten Wiler zeigten alles in allem aber zu wenig, um die nicht einmal 800 Zuschauer an einem kalten Novemberabend zu erwärmen. Goalie Steven Deana sprach hinterher von «zwei verlorenen Punkten» und davon, dass man solche Spiele einfach gewinnen müsse.

Aufregung erst in der Nachspielzeit

Gerade in der zweiten Halbzeit, als der Gegner je länger, desto mehr auf das Halten des einen Punktes aus war, liessen es die Wiler an Ideen im Aufbauspiel mangeln – eine weitere Parallele zum Spiel in Genf. Zwar hatte Wil in der letzten halben Stunde mehr Spielanteile, Chancen resultierten aber keine. Zumindest nicht bis in die vierte Minute der Nachspielzeit, als der Ball doch noch hinter der Linie war, aber vom ebenfalls hinter der Linie liegenden Wiler Igor Nganga berührt wurde, was Schiedsrichter Alessandro Dudic Offside pfeifen liess.

Das Spiel verlor mit zunehmender Spieldauer an Attraktivität. Begonnen hatte es munter, wobei sich Chiasso keineswegs versteckte. Als etwas mehr als eine halbe Stunde gespielt war, hätten die Gäste zweimal in Führung gehen können. Zuerst verstolperte Giuseppe Palma den Ball in bester Position, zwei Minuten später verfehlt ein Kopfball von Deniz Mujic das Tor nur knapp. Nach der Pause musste Wils Erhan Yilmaz einen Kopfball von Veljko Simic auf der eigenen Linie klären. Auch die Wiler hätten aber in Führung gehen können, jedoch traf Stürmer Arturs Karasusks den Ball in bester Position nicht und weitere Möglichkeiten wurden vergeben.

Erste Punkteteilung unter Trainer Rueda

Da die Ostschweizer zwei weitere Punkte auf Zürich einbüssten, beträgt ihr Rückstand bereits zwölf Zähler. Auch Xamax bleibt vor Wil. Um dies zu ändern, wäre der fünfte Heimsieg in Serie nötig gewesen. Erstmals unter Trainer Martin Rueda spielte der FC Wil unentschieden.


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