Endlich Zahltag, aber keine Punkte

FC WIL ⋅ Der FC Wil bleibt seit dem 23. Oktober ohne Vollerfolg und bezog im Heimspiel gegen Aarau eine 0:3-Niederlage. Die grosse Figur war mit Ivan ­Audino ausgerechnet ein Spieler, der im vergangenen Herbst auf dem Bergholz nicht mehr erwünscht war und sich deshalb den Aarauern anschloss.
Aktualisiert: 
06.03.2017, 22:00
06. März 2017, 21:49
Simon Dudle
Den Führungstreffer der Aargauer durch Zoran Josipovic bereitete Audino vor, die beiden Tore in der zweiten Halbzeit erzielte er selber.

  • Matchbesucherinnen verpflegen sich mit Pommes Frites.
  • Eine einsame Zuschauerin unter ihrem Regenschirm.
  • Die Wiler kommen auf den Platz.

Ein Verein im Überlebenskampf: Zwar haben Spieler und Angestellte des FC Wil am Montag endlich ihre Januarlöhne erhalten. Bei der Heimpleite gegen den FC Aarau mussten die Wil-Kicker aber hartes Brot essen. Stimmungsbilder aus der IGP Arena. (Bilder: Hanspeter Schiess)

"Natürlich sind wir ein Abstiegskandidat"
Aus Wiler Sicht ist festzuhalten, dass der Verein auch sportlich noch längst nicht über dem Berg ist. In den vergangenen sieben Partien haben die Ostschweizer nur einen Treffer erzielt und sie sind seit elf Spielen ohne Sieg. Assistenztrainer Ercüment Sahin sagte: "Natürlich sind wir ein ­Abstiegskandidat und nun im Sog der unteren Plätze." Noch sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone.

Zwei verletzte Spieler
Mit einem taktischen Trick hatten die Wiler den Gegner zu überraschen versucht. Statt wie üblich im 4-2-3-1-System anzutreten, wählten sie ein 3-4-3. Dies hatte einerseits mit der knappen Personalsituation in der Defensive zu tun, andererseits sollte die offensive Durchschlagskraft erhöht werden. Und tatsächlich hatten die Wiler in der Startphase einige Abschlüsse zu verzeichnen, die aber nicht zum ersten Heimtreffer des Jahres führten. Nach gut einer Viertelstunde hatten sich die Gäste auf den Gegner eingestellt und liefen nach dem Führungstor Mitte erster Halbzeit kaum noch Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben.

Zu allem Wiler Ungemach kam dazu, dass sie bis zur Halbzeit schon zwei verletzungs­bedingte Wechsel vornehmen mussten. Zuerst schied Sandro Lombardi mit einer Knieverletzung aus, dann meldete sich Verteidiger Adonis Ajeti mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ab. Mangels Alternativen musste Enis Latifi in seinem zweiten Spiel für Wil hinten aushelfen. Der 21-jährige Nachwuchsakteur ist gelernter Mittelfeldspieler.

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