FC Wil diskutierte Namenswechsel

FUSSBALL ⋅ Die Breitensportabteilung des FC Wil ist im Wandel: Der Vorstand wird vergrössert und ein Clubhaus im Bergholz für 250'000 Franken geplant. Der Name des Vereins bleibt trotz Bedenken bestehen.

12. November 2016, 08:55
Simon Dudle

Seit rund vier Jahren gibt es in der Äbtestadt zwei verschiedene FC Wil. Der Spitzensport samt Challenge-League-Team ist in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert, der Breitensport ein eigener Verein. In der öffentlichen Wahrnehmung ist die mit knapp 500 Mitgliedern grössere Sektion somit der «kleine» FC Wil, da er in der regionalen und nationalen Presse weniger Schlagzeilen schreibt. Unter anderem wegen der Wahrnehmung wurde im Vereinsvorstand ein Namenswechsel diskutiert. «Wir sind aber davon weggekommen, da wir schon immer der Verein FC Wil waren und nichts Unrechtmässiges getan haben», sagt René Oettli, der an der Hauptversammlung am Donnerstagabend im IGP Sportpark Bergholz als Präsident des FC Wil Breitensport bestätigt wurde. Er tritt ins vierte Amtsjahr.

Vereinslokal auf der bestehenden Garderobe

Spricht man mit Oettli über das Innenleben des Vereins, so ist Aufbruchstimmung spürbar. Eines seiner Hauptziele ist, das Image des Vereins zu verbessern. Er scheint auf gutem Weg zu sein. Wurden die ältesten Juniorenstufen A und B in der vergangenen Saison gar nicht erst geführt, so hat sich dies nun geändert. Ein Spieler kann das Fussball-ABC in Wil erlernen und durchgehend bis zu den Senioren 40+ in der Äbtestadt aktiv sein.

Doch eines fehlt dem Verein auch nach 116jährigem Bestehen: ein Vereinslokal. «Es ist ein grosses Manko, dass wir uns nirgendwo treffen können. So kann kein Vereinsleben entstehen», sagt Oettli. Das soll sich ändern. Es gibt konkrete Pläne, bei den Nebenplätzen auf der bestehenden Garderobe zwischen den Rasenfeldern 1 und 2 eine Begegnungsstätte zu errichten. Von der Stadt Wil und der Wispag, Betreiberin des Bergholz', gibt es grünes Licht. Rund 250 000 Franken soll die Errichtung der Clubbeiz kosten. Derzeit erstellt der Verein FC Wil ein Marketingkonzept, um das Geld zu beschaffen. Läuft alles planmässig, ist das Lokal Ende 2018 erstellt.

Nicht mehr aktuell ist, die Rondelle nahe des Allwetterplatzes in ein Vereinslokal umzubauen. Dort wird an den Samstagen mit Spielbetrieb ein Kiosk betrieben. Das Innenleben der Rondelle ist laut Oettli veraltet und bedingte einer teuren Sanierung.

Drei Einbrüche in vier Monaten

Finanziell resultierte ein Gewinn von gut 5700 Franken. Dies ist insofern erfreulich, als dass binnen vier Monaten dreimal in den Garderobentrakt zwischen den Rasenfeldern eingebrochen wurde. Da der Verein keine Versicherung hat, musste er den Schaden von mehreren zehntausend Franken selber bezahlen.

Im Vorstand gibt es Wechsel. Finanzchef Patrik Solis und Angelica Steiner, für die Administration verantwortlich, treten zurück. Ihnen fehlt die erforderliche Zeit. Neu für die Finanzen zuständig ist Stefan Scheiwiller, um die Administration kümmert sich fortan Reiko Etter. In den Vorstand gewählt wurde René Hofmann als Juniorenobmann, der den vor Jahresfrist zurückgetretenen Charly Eder ersetzt. Im Amt bleiben Nadine Scheiwiller (Aktuarin) und Harry Kulmitzer (Sportlicher Leiter). Somit wurde der Vorstand leicht vergrössert.


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