FC Wil verliert gegen Xamax

CHALLENGE LEAGUE ⋅ Der FC Wil bezieht die sechste Heimniederlage hintereinander. Beim 0:4 gegen Xamax ist der Aufstiegsaspirant aus Neuenburg schlicht abgeklärter.
06. Mai 2017, 22:40
Simon Dudle

Wie weit sich die beiden Mannschaften in den vergangenen Monaten auseinander entwickelt haben, lässt sich in Zahlen bestens belegen: Während die Neuenburger von den letzten 18 Spielen nur eines verloren haben, realisierten die Wiler in der gleichen Zeitspanne lediglich einen Sieg. Etwas mehr als eine Halbzeit lang war von den unterschiedlichen Formkurven in der IGP Arena aber wenig zu sehen. Zwar bestimmten die Gäste die Startphase. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Ostschweizer aber besser ins Spiel und gestalteten dieses zunehmend ausgeglichen.

Nach dem Seitenwechsel setzten sich dann aber doch die grössere Qualität und Erfahrung im Team der Neuenburger durch – und das nicht zu knapp. Schon bald nach Wiederbeginn stand Raphaël Nuzzolo nach einem Doppelpass mit Charles-André Doudin alleine vor dem Wiler Tor und traf sicher zur Führung. Gegen defensiv solide Neuenburger war damit der Ausgang der Partie gezeichnet. Zumal Wils Johan Vonlanthen kurze Zeit später auch seine zweite Grosschance des Tages ausliess.
 

Xamax kam zu einfach zu den Toren

Am Ende stand es 4:0 für die Gäste, die auswärts seit über sieben Monaten unbesiegt sind und den Rückstand auf den designierten Aufsteiger FC Zürich auf sechs Punkte reduzierten – bei allerdings einem Mehrspiel. Auch wenn das Verdikt um ein Tor zu hoch ausfiel, hatte der Sieg der Neuenburger trotz ausgeglichener erster Halbzeit seine Richtigkeit. Hinzuzufügen ist allerdings, dass die Gäste etwas gar einfach zu ihren weiteren Toren kamen. Nach einer Flanke von links des ehemaligen Wilers Michael Gonçalves genoss Doudin bei seinem Kopfballtreffer zu wenig Gegenwehr. Auch bei den weiteren Toren durch Nuzzolo und den eingewechselten Kwadwo Duah wurde es den Neuenburgern zu leicht gemacht.

«Das Verdikt ist klar. Ganz so deutlich war es aber nicht», sagte Wils Trainer Maurizio Jacobacci nach der Partie. Tatsächlich hatte sich die ausgedünnte und junge Wiler Mannschaft über eine Halbzeit lang teuer verkauft und kämpferisch eine einwandfreie Leistung gezeigt. Trotzdem sind die nackten Zahlen jene eines Tabellenletzten: Die vergangenen sechs Heimspiele hat der FC Wil alle verloren – und dies bei einem Torverhältnis von 2:21. In allen diesen Partien setzte es immer mindestens drei Gegentore ab. Jacobacci sieht den Grund des Übels allerdings in der Offensive. «Wir haben unsere Chancen, machen die Tore aber nicht. Dann müssen wir nicht mehr lange diskutieren.»


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