«Einer meiner schlimmsten Tage in Wil»

ABSTIEGSKAMPF ⋅ Bei der 1:4-Heimniederlage gegen Wohlen lässt der FC Wil hinten zu viel zu und vergibt vorne zu viele Chancen. Der einstige Nationalspieler Johan Vonlanthen kommt zu nicht weniger als sieben Abschlüssen, verpasst aber den fünften Saisontreffer.
09. April 2017, 19:44
Simon Dudle
Johan Vonlanthen, eine bittere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Was ist schief gegangen?
In der ersten Halbzeit kassierten wir drei Gegentore bei drei ruhenden Bällen. Das dürfen wir uns nicht erlauben. Danach haben wir weiter nach vorne gespielt. Es ist bitter, dass wir nicht mehr Tore erzielt haben.

Wo lag das grössere Problem: In der Defensive oder der Offensive?
Wohler war effizient, wir haben viele Chancen gebraucht. Dass wir früh drei Gegentore zugelassen haben, war wegweisend. Danach wurde es schwierig.

Sie selber könnten fünf Tore erzielen.
Es ist einer meiner schlimmsten Tage, die ich in Wil erlebe. So viele Chancen in einem Spiel hatte ich noch nie. Die Präzision hat gefehlt. Bei der ersten Möglichkeit landete der Ball an der Latte. Wenn dieser Ball reingeht, gibt es ein ganz anderes Spiel.

Hat die Mannschaft genug Klasse, um sich in der Challenge League zu halten?
Wenn wir die Klasse nicht hätten, wären wir nicht zu so vielen Abschlüssen gekommen. Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben und in der Challenge League bleiben. Wir müssen den Kopf oben behalten und dürfen das Selbstvertrauen nicht verlieren.

Je nach dem, was neben dem Feld passiert, hat der FC Wil zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz oder vier Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Welche Rangliste ist relevant?
Wir können das nicht beeinflussen. Der Vorstand wir sicherlich alles daran setzen, dass die Punkte nicht abgezogen werden.

Am nächsten Samstag gastiert Servette im Bergholz. Die Genfer sind 2017 noch ohne Niederlage, Wil ist noch ohne Sieg. Eine unlösbare Aufgabe?
Jedes Spiel ist anders und somit eine neue Chance für uns. Allerdings dürfen wir nicht mehr so viele Chancen zulassen wie gegen Wohlen. Vor allem die Corner und ruhenden Bälle müssen wir genau analysieren. Die Genfer werden sich denken, dass es in Wil eine einfache Aufgabe wird. Wir müssen vor Servette keine Angst haben.

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