Bigger: "... sonst gehen wir unter"

FC WIL ⋅ Am Mittwochabend hat FC-Wil-Präsident Roger Bigger die Namen jener Spieler bekanntgegeben, die keine tiefer dotierten Verträge unterzeichnen wollen. Jetzt erklärt er sich.
02. März 2017, 15:09
Patrick Baumann
Herr Bigger, erst wollte der FC Wil keine Namen jener Spieler nennen, die nicht für weniger Geld auflaufen wollen. Am Mittwochabend haben Sie dies trotzdem getan. Wieso?
Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir offen, ehrlich und transparent kommunizieren wollen. Wir wollen niemandem schaden, doch wir stehen unter enormem Druck. Uns läuft schlicht die Zeit davon.
 
Geht es darum, öffentlich Druck auf diese Spieler auszuüben?
Nein, auf gar keinen Fall. Wir verstehen auch die Situation der Spieler; jeder hat seine eigene Geschichte. Wie gesagt, wir wollen einfach nur offen und ehrlich kommunizieren. Wir brauchen jetzt Lösungen, sonst gehen wir unter.
 
Was erhoffen Sie sich von dieser Aktion?
Aus Sicht der Task Force verhalten sich die Spieler, welche die Verträge noch nicht unterzeichnet haben, nicht ganz loyal gegenüber jenen, die einfach Fussball spielen wollen und denen der FC Wil am Herzen liegt. Die Januarlöhne liegen bereit. Die Sponsoren in der Region sind bereit, dem FC Wil zu helfen. Einzige Bedingung ist, dass die Verträge unterzeichnet werden. Ansonsten könnte man das Geld auch gleich zum Fenster rauswerfen.
 
War es ein Eigentor, die Namen öffentlich zu nennen? Die geouteten Spieler stellen jetzt allenfalls auf Stur und sagen sich: «Jetzt erst recht nicht.»
Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Medien mutmassten ja schon eine Weile, um welche Spieler es sich handeln könnte.
 
Rechnen Sie noch damit, dass die Verträge rechtzeitig unterzeichnet werden?
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, eine Lösung zu finden.
 

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