"Er liess sich nie verbiegen"

DÖLF FRÜH ⋅ Beat Haueter vom Fanclub Super Green bedauert den Rücktritt des FCSG-Präsidenten. Obwohl Dölf Früh auch unter Fans nicht immer unbestritten war.
10. April 2017, 10:09
Daniel Good
Beat Haueter, bedauern Sie den Rücktritt von Dölf Früh?
Ja, ganz klar. Dölf Früh ist eine Persönlichkeit, die sich nicht nach dem Wind richtet. Selbst über so eine lange Zeit liess er sich nie verbiegen. Zudem hat er den FC St. Gallen gerettet.
 
Was wusste man in Fankreisen über die gesundheitlichen Probleme des Präsidenten?
Für mich kam der Rücktritt überraschend. Dölf Früh ist bekannt dafür, dass er auf seine Gesundheit achtet. Er trieb ja auch selber viel Sport. Aber natürlich weiss man nie alles.
  • Dölf Früh mit Tranquillo Barnetta.

Dölf Früh leitet seit 2010 die Geschicke des FC St.Gallen. Mit ihm als Präsident stiegen die Espen ab, stiegen auf und spielten in der Europa League. (Bilder: asdf)


Wie kam Dölf Früh bei den Fans an?
Manchmal stand ich in unserer Gruppe fast alleine da mit meiner positiven Meinung über den Präsidenten. Viele waren der Ansicht, dass er zu lange an den Trainern festhielt. Nicht nur an Joe Zinnbauer, sondern auch an Jeff Saibene. Aber ich denke, wenn die Fans den gesamten Leistungsausweis von Dölf Früh anschauen, werden auch die kritischen Geister eine positive Bilanz ziehen.

Wird es jetzt schwierig für Joe Zinnbauer?
Nicht unbedingt wegen des Rücktritts des Präsidenten, sondern eher wegen der vergangenen beiden Spiele. Gegen Basel und die Grasshoppers auswärts kannst Du verlieren. Aber es stellt sich immer die Frage, wie die
Beat Haueter, Aktuar Fanclub Super Green. Zoom

Beat Haueter, Aktuar Fanclub Super Green.

Niederlagen zu Stande kommen. Es kann sein, dass wir wieder in einem Tief sind. Nun folgt das schwere Auswärtsspiel gegen Luzern. Und gegen Thun, den nächsten Gegner im Kybunpark, hatten wir in Heimspielen fast immer Probleme. Ich halte es im Übrigen nicht für gut, ständig über den Europacup zu reden.    
 
Welches Profil sollte der Nachfolger von Dölf Früh haben?
Der neue Präsident muss eine Führungspersönlichkeit mit wirtschaftlicher Kompetenz sein. Früher war es in St. Gallen fast eine Tradition, dass man ums wirtschaftliche Überleben kämpfen musste. Seit Dölf Früh das Kommando übernahm, hat gibt es damit keine Probleme mehr. Riskieren muss man im Spitzenfussball manchmal schon etwas, aber immer mit Kalkül. Es wäre zwar gut, wenn der neue Präsident aus Fussballkreisen kommt, aber es ist nicht Bedingung. Wichtiger ist, dass er auf gute Mitarbeiter zählen kann und nicht ständig drei oder vier Personen fragen muss vor einem Entscheid.

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