St.Gallen - Luzern: Verdienter Luzerner Arbeitssieg

ST.GALLEN - LUZERN 0:2 ⋅ Der FC Luzern setzte seinen Aufwärtstrend fort. Nach dem 2:0 in Vaduz gewannen die Innerschweizer daheim gegen St. Gallen verdientermassen ebenfalls 2:0. Sie bleiben damit dem FC Sion im Rennen um Platz 3 auf den Fersen.
17. April 2017, 17:29
Es war ein mühsam erkämpfter Arbeitssieg für die Luzerner, die nach einem schwachen Start in die Rückrunde und dem unglücklichen Verpassen des Cupfinals nun in der Super League zum Erfolg zurückgekehrt sind. Der Rückstand auf Sion bleibt bei zwei Punkten.

Hekuran Kryeziu, der beste Luzerner, erlöste die 11'139 Zuschauer in der 72. Minute mit einem herrlichen Aufsetzer aus über 20 Metern zur 1:0-Führung. Dieser Treffer - es war das erste Luzerner Tor in einem Heimspiel seit 270 Minuten - fiel in eine Phase, als die Gäste immer frecher auch in die Offensive gingen und so mehr Druck auf das Luzerner Tor erzeugten. Die Ostschweizer witterten einen möglichen Vollerfolg und erzeugten nach einer Spielstunde mehr Druck.
  • Der St. Galler Marco Aratore kämpft um den Ball gegen den Luzerner Francois Affolter.
  • Albian Ajeti im Zweikampf gegen den Luzerner Remo Arnold (rechts).
  • Der Luzerner Verteidiger Francois Affolter klebt am St.Galler Mittelfeldspieler Marco Aratore. Die Espen konnten keine ihrer vielen Torchancen realisieren.

Der FC St.Gallen verliert das Auswärtsspiel gegen Luzern 0:2. In der 72. Minute verhilft Torschütze Hekuran Kryeziu den Luzernern zur Führung. Nach dem zweiten Tor von Cedric Itten in der 86. Minute hatten die Espen keine Chance mehr. (Bilder: Keystone)

Die Luzerner Führung war aber eine Belohnung für den grösseren Siegeswillen der Mannschaft von Trainer Markus Babbel. In der ersten Halbzeit war der Gastgeber das klar spielbestimmende Team gewesen und hatte auch einige gute Tormöglichkeiten. Die beste vergab in der 18. Minute Marco Schneuwly, der eine Flanke von Claudio Lustenberger aus wenigen Metern am St.Galler Gehäuse vorbeiköpfelte. Der Luzerner Topskorer hatte gegen die stämmigen Karim Haggui und Kofi Schulz als Sturmspitze einen schweren Stand. Dennoch konnte er sich einige gute Torchancen erarbeiten.

Nach dem 0:1 setzten die Gäste alles auf eine Karte. Trainer Joe Zinnbauer wechselte mit Roman Buess, Yannis Tafer und Lucas Cueto drei Angriffsspieler ein, doch die Alles-oder-nichts-Taktik ging nicht auf. Luzern fand immer mehr freie Räume in der Offensive. Der eingewechselte Cédric Itten verpasste zweimal die Entscheidung, ehe er in der 86. Minute nach einem weiten Ball von Christian Schneuwly alleine vor Goalie Daniel Lopar auftauchte und zum 2:0 einschob. St.Gallen gelangte in der letzten Viertelstunde nur noch zu einem Schuss von Albian Ajeti, der jedoch vom sicheren Luzerner Goalie Jonas Omlin mit etwas Mühe in Corner abgewehrt werden konnte.
  • Daniel Lopar: Note 4: Muss schon nach fünf Minuten retten, als Marco Schneuwly alleine auf ihn zuläuft. Hat danach lange wenig zu tun. Ist schliesslich aber bei beiden Gegentoren chancenlos. Pariert in der Schlussphase einen Weitschuss von Nicolas Haas und verhindert damit das 0:3.
  • Silvan Hefti: Note 3: Der junge St.Galler zeigt in der Defensive zunächst eine solide Leistung. Steht dann aber beim 0:2 zu wenig nahe bei Cedric Itten, der ihm enteilt und alleine vor Lopar trifft. Nach vorne zeigt Hefti zu Beginn zwei, drei verheissungsvolle Vorstösse, die aber letztlich nichts einbringen.
  • Karim Haggui: Note 4: Organisiert die Abwehr mit Übersicht. Im Kopfballspiel und eins-zu-eins-Situationen meist souverän. Bei Steilzuspielen wird er aber zu Beginn zweimal düpiert. Gegen Ende hin und wieder mit technischen Unsicherheiten.

Unsere Sportredaktion bewertet nach jedem Spiel die Leistung der eingesetzten Spieler. Die Noten reichen von 1 - Totalausfall, 2 - Schwachpunkt, 3 - Mitläufer, 4 - Normalform, 5 – Leistungsträger bis 6 - Matchwinner. (Bilder: pd)


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