St.Gallens zweiter Sieg in Serie

FC ST.GALLEN ⋅ Mit dem verdienten 2:0 gegen Lausanne-Sport verabschiedet sich St.Gallen aus dem Abstiegsstrudel. Nach dem 3:2 in Lugano kamen die Ostschweizer erstmals in dieser Saison zu zwei Siegen in Serie.

20. November 2016, 16:55

Der erste Heim-Triumph seit dem 28. August (3:0 gegen Luzern) entsprach den Spielanteilen und Torchancen. Er erlaubte es St. Gallen, nach Punkten zu Lausanne aufzuschliessen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung und eine kluge Taktik von Trainer Joe Zinnbauer standen am Ursprung des Siegs. Die Tore steuerten in der zweiten Halbzeit Roman Buess (57.) und der eingewechselte Yannis Tafer (85.) bei. Beide reüssierten nach Pässen in die Tiefe mit überlegten Flachschüssen. Der untadlige Lausanne-Torhüter Kevin Martin war zweimal machtlos.

Lausanne, das auch in St. Gallen keineswegs destruktiv auftrat und vor allem nach dem 0:1-Rückstand vehement reagierte und durch Nassim Ben Khalifa dem Ausgleich nahestand, hat nun die fünfte Niederlage nacheinander einstecken müssen. Der Aufstiegsschwung scheint passé. Lausanne wird inzwischen von keinem Gegner mehr unterschätzt.

  • St.Gallen - Lausanne 2:0.
  • St.Gallen - Lausanne 2:0.
  • St.Gallen - Lausanne 2:0.

Dank des 2:0 gegen Lausanne sichert sich der FCSG den fünften Sieg in dieser Saison. (Bilder: Urs Bucher)

Überragender Akteur vor 10'917 Zuschauern war St. Gallens Captain Nzuzi Toko. An seinem 26. Geburtstag gewann der laufstarke Mittelfeldspieler viele Duelle und gab zu Tafers Siegsicherung die ideale Vorlage.

St. Gallen wirkte entschlossen und bot offensiven und aggressiven Fussball. Es störte frühzeitig, besass schon in der ersten Halbzeit durch Albian Ajeti und Buess zwei Grosschancen. Doch vor der Pause fehlte im Abschluss die letzte Entschlossenheit oder zuvor die Präzision des letzten Passes.

Lausanne agierte sehr variabel, vertraute - wie St. Gallen - auf eine flexible Dreierabwehr, die bis auf wenige Ausnahmen kompakt wirkte. St. Gallens Trainer Joe Zinnbauer, vor zwei Wochen noch arg kritisiert, änderte sein in Lugano siegreiches Team auf drei Positionen. Er stellte Daniel Lopar wieder ins Tor, er vertraute Martin Angha in der Verteidigung und stellte dafür Roy Gelmi ins defensive Mittelfeld. Und Danijel Aleksic ersetzte im Sturm den verletzten Albert Bunjaku, obwohl ihm noch eine gewisse Selbstsicherheit abgeht. Umstellungen, die sich bewährt haben. (sda)

Telegramm

St. Gallen - Lausanne-Sport 2:0 (0:0)

10'917 Zuschauer. - SR Fähndrich. - Tore: 57. Buess (Haggui) 1:0. 85. Tafer (Toko) 2:0.

St. Gallen: Lopar; Hefti, Haggui, Angha; Aratore, Toko, Gelmi (91. Schulz), Wittwer; Ajeti, Buess (88. Cueto), Aleksic (81. Tafer).

Lausanne-Sport: Martin; Diniz (80. Ben Khalifa), Manière, Monteiro; Frascatore (14. Pasche), Custodio; Araz, Gétaz; Campo, Pak, Margiotta (72. Torres).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Wiss (gesperrt), Gaudino, Mutsch (beide krank) und Bunjaku (verletzt), Lausanne ohne Blanco, Margairaz, Esnaider und Lotomba (alle verletzt). 26. Abseitstor von Margiotta. Verwarnungen: 26. Monteiro, 33. Custodio, 67. Toko (alle wegen Fouls).


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