«Das dürfte wohl einmalig bleiben»

FC ST.GALLEN ⋅ Am Montagnachmittag absolvierte Tranquillo Barnetta seine erste Trainingseinheit mit dem FC St.Gallen. Er sagt im Interview, "es ist wichtig, dass es fortan nicht weiter um mich geht, sondern ums Team."

14. November 2016, 22:13
Der nächste Schritt Ihrer Rückkehr ist vollbracht. Wie ist das Befinden?
Ich habe lange darauf gewartet, schön dass es nun geklappt hat. Es ist ein gutes Gefühl.

Viele Medien sind präsent, die Kameras auf Sie gerichtet. Das kennen Sie ja noch von der Bundesliga her. 
Das hat schon ein bisschen Bundesliga-Dimension. Und wenn nicht gerade das Revierderby anstand, kamen auch nicht mehr Journalisten. Von daher ist das alles nicht so neu für mich, dürfte wohl aber einmalig bleiben. Es ist wichtig, dass es fortan nicht weiter um mich geht, sondern ums Team. Es muss auf dem Platz stehen am Sonntag, ich kann ihm erst ab dem nächsten Jahr helfen.

Was für einen Barnetta, vom fussballerischen Niveau her, haben die Trainingsgäste gesehen?
Der Fussball ist auf der ganzen Welt ja mehr oder weniger gleich. Für mich steht im Vordergrund, auf meinem Level zu bleiben.

Es wird noch fast drei Monate dauern, bis Sie den FC St.Gallen tatkräftig unterstützen können. Leiden Sie darunter?
Einerseits bin ich ja bereits hier und möchte sofort helfen. Andererseits ist das ja nicht möglich, weshalb ich einfach bei einer guten Mannschaft fit bleiben will. Wenn ich sie sonst irgendwie unterstützen kann, mache ich das selbstverständlich gerne.
  • Tranquillo Barnetta trainiert erstmals mit dem FC St.Gallen, hier mit Trainer Joe Zinnbauer.

Zwölf Jahre nach seinem Abschied schnürt Tranquillo Barnetta seit Montag wieder die Fussballschuhe für die Espen. Tranquillo Barnetta, 2004 als junges Talent vom FC St.Gallen in die deutsche Bundesliga transferiert und jetzt, nach einem Intermezzo in den USA, als grosser Hoffnungsträger zum Verein seines Herzens zurückgekehrt. (Bilder: Urs Bucher)


Sie mussten sich wohl nicht gross vorstellen. Wie haben die Mitspieler auf Sie reagiert?
Der Empfang war herzlich, es herrschte eine angenehme Atmosphäre. Bei den Mitspielern löst meine Rückkehr nicht so einen Hype aus, wie sie es in der Öffentlichkeit tut. Die Spieler wissen, dass sie das alles relativieren und anders einordnen müssen. Doch es ist gut, dass wir uns jetzt bereits kennen lernen können. (cbr)
 

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