"Ich weiss, woher ich komme"

FCSG ⋅ Nach über zehn Jahren im Ausland ist Tranquillo Barnetta zurück in der Ostschweiz. In der Sportsendung "The Soccer Lounge" spricht der 31-jährige St.Galler über lehrreiche Zeiten im Ausland und Mamas Lasagne.

22. November 2016, 15:01
Mit "der Schnäuzer" wird Tranquillo Barnetta von Moderator Stefan Eggli als Gast in der "Soccer Lounge" angekündigt. Dazu eingespielt wird das Lied "Best of You" von den Foo Fighters - eines, das sich Barnetta gewünscht hat. Angesprochen auf seine Liederauswahl, meint der 31-jährige St.Galler: "Ich mag Gitarrenklänge und wenn das Lied einen pusht." Er höre auch vor dem Spiel das eine oder andere Musikstück, einen bestimmten Lieblingssong habe er aber nicht.

Trotz Ausland-Engagement ein St.Galler
Bevor Stefan Eggli und Tranquillo Barnetta zusammen mit Tagblatt-Sportredaktor Christian Brägger und Fussballexperte Thomas Renggli über die bevorstehende Partie GC - FCSG sprechen, will der Moderator auf einige Vorlieben Barnettas zu sprechen kommen.

So musste der FCSG-Spieler zu Beginn beschreiben, ob er denn nach seiner Rückkehr noch immer in der Heimat verwurzelt sei. Im Verlauf des Gesprächs erklärt Barnetta, dass er trotz seines zwölfjährigen Ausland-Engagements ein Ostschweizer sei: "Ich bin der Region treu geblieben und habe nicht vergessen, woher ich komme." Tief in seinem Inneren fühle er sich als St.Galler. Dies zeige auch die Tatsache, dass er das St.Galler Stadtleben und die Olma liebe.

Tranquillo Barnetta - ein typischer St.Galler also. Mit der Olma-Bratwurst als Lieblingsessen? "Es soll angeblich Lasagne sein", sagt Moderator Stefan Eggli. Barnetta nickte zustimmend und betonte, dass seine Mutter die beste mache. "Nach meiner Rückkehr aus den USA war eine Portion ihrer selbstgemachten Lasagne auch das erste Geschenk, das ich von ihr erhalten habe."

"Bekanntheit verpflichtet zu Verantwortung"
Nach Barnettas Gaumenfreuden werden in der Sendung aber auch ernstere Themen angesprochen. Wie etwa sein soziales Engagement. Seit Jahren ist der 31-Jährige für die Stiftung Ronald McDonald tätig und hat auch einige Male das St.Galler Kinderspital besucht. "Bekanntheit verpflichtet zu Verantwortung", so Barnetta. Seinen Traum leben zu können, sei keine Selbstverständlichkeit, daher müsse man jene unterstützen, die es nicht immer einfach haben im Leben.

Der St.Galler weiss, wovon er spricht. Als Profifussballer hatte er es auch nicht immer einfach. Mit 19 ging er nach Deutschland. Spielte bei Hannover, Leverkusen, Schalke und Frankfurt. War das erste Mal weg von Zuhause, weg von der Familie und Freunden. Er musste lernen, was es heisst, für sich selbst zu sorgen, was es heisst, zu kochen, zu waschen und zu putzen. "Aber das muss halt jeder einmal durchmachen. Ist ja alles ein Lernprozess", sagt er.

Schwierig in der Zeit im Ausland war, seine Freizeit erstmals ohne Freunde und Familie zu gestalten. "Ich musste auf eigenen Faust etwas unternehmen, meine neue Umgebung erkunden." Aber auch da müsse man durch und könne wertvolle Erfahrungen sammeln. Er würde daher all das wieder wagen. Genau wie sein Abenteuer zuletzt in den USA. "Die Zeit in Philadelphia war ebenfalls eine Lebensschule", so Barnetta. (lex)


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