St.Gallen hält sich wacker

TESTSPIEL ⋅ Der FC St.Gallen verliert gegen das Bundesligateam von Mainz 1:2. Das Tor für die Gastgeber erzielt Nicolas Lüchinger. Während die Ostschweizer erst seit drei Tagen wieder trainieren, steigt der Bundesliga-15. schon am Samstag wieder in die Saison ein.
Aktualisiert: 
06.01.2018, 18:00
06. Januar 2018, 18:51
Patricia Loher
Mainz war eigens für dieses Testspiel nach St. Gallen gereist. Gleich nach der Partie im Kybunpark, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wurde, ging es für die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz wieder zurück in die Heimat, wo sie heute gegen Mönchengladbach das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Rückrundenstart bestreitet. Die zweite Saisonhälfte beginnt in der Bundesliga schon am kommenden Wochenende, entsprechend gut war der physische Zustand der in den Abstiegskampf involvierten Mainzer. 

Der FC St.Gallen verliert gegen das Bundesligateam von Mainz 1:2. Das Tor für die Gastgeber erzielt Nicolas Lüchinger. Während die Ostschweizer erst seit drei Tagen wieder trainieren, steigt der Bundesliga-15. schon am Samstag wieder in die Saison ein. (Bilder: Urs Bucher)

St. Gallen, das seine Vorbereitung erst am vergangenen Mittwoch aufgenommen hat und sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit auf vier Nachwuchsspieler setzte, hielt den Bundesliga-15. lange gut in Schach. Zwar dominierten die Deutschen. Mainz, das noch ohne den neu verpflichteten Holländer Nigel de Jong antrat, erspielte sich im Gegensatz zu den Gastgebern auch die eine oder andere gute Chance. Effizient aber war der Auftritt der Mainzer nicht. «Die ersten drei Tage der Vorbereitung waren hart. Es war klar, dass wir die Müdigkeit spüren würden», sagte St. Gallens Trainer Giorgio Contini. Weil die Spritzigkeit gefehlt habe, sei es vor allem wichtig gewesen, «kompakt zu stehen und defensiv wenig zuzulassen».

 

Fabian Frei besucht frühere Teamkollegen

Unter den Augen von Präsident Matthias Hüppi, Sportchef Alain Sutter und dem früheren Mainzer Fabian Frei geriet St. Gallen erst nach der Pause in Rückstand. In der 47. Minute erzielte Anthony Ujah, der in der Winterpause aus China zu seinem früheren Verein Mainz zurückgekehrt ist, das 1:0 für die Gäste. In der 64. Minute fiel das 1:1, nach einer Flanke von Boris Babic traf Nicolas Lüchinger per Kopf. Danach wurden vor allem St. Gallens junge Spieler ein wenig frecher, die Ostschweizer traten phasenweise mutiger auf und kamen dem Strafraum der Mainzer näher als noch in den Minuten zuvor. Wirklich zwingende Chancen erspielte sich die Mannschaft von Contini während des gesamten Spiels aber kaum. Das 1:2 fiel schliesslich in der 76. Minute.


Kräuchi absolviert Vorbereitung in Wil

Am Mittwoch reist der FC St. Gallen ins elftägige Trainingslager nach Südspanien, wo am Freitag das nächste Testspiel gegen den holländischen 1.-Liga-Club Alkmaar auf dem Programm steht. Nicht mit dabei sein wird in der Nähe von Marbella Alessandro Kräuchi, der gestern nach der Pause zum Einsatz kam. Der 19-Jährige absolviert ab heute die Vorbereitung mit dem FC Wil. Ziel ist es, dass der talentierte Mittelfeldspieler Spielpraxis in der Challenge League erhält. Nach einer Woche Vorbereitung wird Wils Trainer Konrad Fünfstück St. Gallens Verantwortliche über die Perspektiven von Kräuchi informieren.

St. Gallen – Mainz 1:2 (0:0)
Kybunpark – Sr. Hänni.
Tore: 47. Ujah 0:1. 64. Lüchinger 1:1. 76. Kodro 1:2.
St. Gallen. 1. Halbzeit: Lopar; Koch, Haggui, Gönitzer; Gasser, Kukuruzovic, Vanin, Sejdija, Wittwer; Eberle, Buess.
2. Halbzeit: Stojanovic; Hefti, Wiss, Van der Werff; Lüchinger, Tschernegg, Vanin (73. Sejdija), Blasucci, Kräuchi; Tafer, Babic.
Mainz: Zentner (73. Müller); Balogun (46. Bussmann), Bell (46. Bungert), Hack; Donati, De Blasis, Baku, Klement, Holtmann; Quaison, Ujah (60. Kodro).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Barnetta, Aratore, Aleksic, Ben Khalifa, Toko, Taipi (alle geschont), Musavu-King und Adonis Ajeti (beide verletzt). Dafür mit den Nachwuchsspielern Blasucci, Kräuchi, Vanin, Van der Werff, Gasser, Sejdija und Eberle. – Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
 

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