Albian Ajetis kurzes Gastspiel in St.Gallen

FC ST.GALLEN ⋅ Sechs Monate nach dem definitiven Wechsel vom FC Augsburg zieht es Albian Ajeti zum FC Basel. Die Ablösesumme für den 20-jährigen Stürmer dürfte deutlich mehr als drei Millionen Franken betragen.
Aktualisiert: 
02.10.2017, 21:00
02. Oktober 2017, 10:34
Patricia Loher
Nun geht er. Definitiv. Nachdem ein Transfer von Albian Ajeti zum FC Basel in der Sommerpause noch an den finanziellen Forderungen der St. Galler gescheitert ist, wechselt der 20-Jährige nun doch zurück zu seinem Stammverein. Über die Ablösemodalitäten haben die Clubverantwortlichen zwar Stillschweigen vereinbart, es darf aber von einer Transfersumme von deutlich mehr als drei Millionen Franken ausgegangen werden. Ajeti unterschrieb in Basel einen Fünfjahresvertrag. Am Montag, kurz vor 16 Uhr, kommunizierten die beiden Clubs den Wechsel. Nur Sekunden später liess Ajeti über die Website des FC Basel verlauten: «Die Freude ist riesig. Ich kann es kaum erwarten, wieder mit der Mannschaft zu trainieren.» 
 

St.Gallen bricht sportlich eine Stütze weg

Sportlich war Ajetis Abgang für die Ostschweizer nur einen Tag nach der Lehrstunde beim 1:6 gegen die Young Boys ein nächster Rückschlag. In der vergangenen Saison war der Nachwuchs-Internationale St.Gallens bester Torschütze und damit massgeblich am Ligaerhalt beteiligt. In dieser Meisterschaft kam der Basler noch nicht auf Touren, was wohl auch damit zusammenhängt, dass er wegen einer Entzündung im Knie einen grossen Teil der Vorbereitung verpasst hat. In sieben Spielen erzielte er drei Tore. Aber obwohl es dem 20-Jährigen zuletzt nicht rund gelaufen ist, bricht St.Gallen, das sich in den Top fünf klassieren will, doch eine grosse Stütze weg.
Ajetis Abgang bedeute nicht, dass man die ambitionierten Ziele aus den Augen verliere, im Gegenteil. «Wir werden gezielt, gemeinsam mit dem zukünftigen Sportchef, im Hinblick auf die Winterpause den nationalen und internationalen Markt sondieren und erst dann handeln, wenn wir einen adäquaten Ersatz gefunden haben», so Präsident Stefan Hernandez. 

Es war ein kurzes Gastspiel von Ajeti in St.Gallen. Etwas mehr als ein Jahr nach der 
leihweisen Verpflichtung vom FC Augsburg und sechs Monate nach der definitiven Übernahme bis 2021 haben die Ostschweizer und der Stürmer den Kontrakt aufgelöst. Der FC Basel ist nach der schweren Verletzung von Ricky van Wolfswinkel in der Offensive in Not geraten. Schon am Sonntag, nach der Niederlage in Bern, hatte Hernandez Kontakte zum FC Basel bestätigt, ohne allerdings konkret zu werden. Dabei lag das Angebot des Schweizer Serienmeisters bereits auf dem Tisch. «Der FC Basel ist Ende der vergangenen Woche erneut an uns herangetreten, um mit uns über einen Wechsel Albians zu reden. Letztlich haben wir einen Weg gefunden, bei dem die Konditionen und Kriterien für uns stimmig sind», so St.Gallens Präsident. Anscheinend ist der FC Basel bereit, mehr als drei Millionen Franken zu überweisen. Dieses Geld dürfte allerdings nicht vollumfänglich St.Gallen zugute kommen: Ajetis früherer Arbeitgeber Augsburg wird ebenfalls vom Transfer profitieren.

Im Januar 2016 hatte Augsburg für den Stürmer eine halbe Million Euro an den FC Basel gezahlt, ehe Ajeti im Sommer 2016 nach St.Gallen ausgeliehen wurde. Ende März 2017 gelang es St.Gallens damaligem Sportchef Christian Stübi, den Stürmer für weniger als eine Million Franken definitiv zu verpflichten. Finanziell also dürfte St.Gallen einiges richtig gemacht haben. Nachdem im Sommer das Gesamtpaket rund um die kolportierte Ablösesumme von 2,8 Millionen Franken den St.Gallern nicht genug gewesen ist, deutet einiges darauf hin, dass die Basler nun gegen eine Million mehr aufwerfen.

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