Ein heisser Einstieg

FCSG ⋅ Beim ersten Training der Saisonvorbereitung wurden die FCSG-Spieler gleich an ihre Leistungsgrenze geführt. Bei brütender Hitze absolvierten sie einen Yoyo-Test. Am Rande des Trainings war viel Spannendes zu den neuen Spielern und zum Zustand des Teams zu erfahren.
Aktualisiert: 
20.06.2017, 21:00
20. Juni 2017, 13:15
Patricia Loher
Es war gleich ein beinharter Einstieg mit dem Yo-Yo-Test. Bei 28 Grad und auf dem Kunstrasen bei ansteigender Geschwindigkeit auf 20 Metern hin- und herzulaufen, bis einen die Kräfte verlassen – Fussballer können sich Schöneres vorstellen. Hinterher sagte Giorgio Contini: "Alle sind gesund aus den Ferien zurückgekommen." Nur Tranquillo Barnetta und Captain Toko begannen die Vorbereitung im Freien mit einem Individualprogramm: Barnetta muss das Knie schonen, Toko wie schon in den Tagen vor dem Saisonende den Fuss. Aber natürlich ist aufgeschoben nicht aufgehoben. "Sie werden den Yo-Yo-Test nachholen", sagte Contini.

In Bezug auf die Kaderplanung scheint der FC St.Gallen weiter zu sein als auch schon in den vergangenen Jahren. Nachdem der Club bereits früher Adonis Ajeti, Stjepan Kukuruzovic und Gjelbrim Taipi verpflichtet hatte, gab er am Dienstag die Transfers von Philippe Koch und Nassim Ben Khalifa bekannt. So verfügt St.Gallen knapp fünf Wochen vor der ersten Saisonpartie über ein Kader mit 22 Feldspielern und drei Torhütern.
 

Contini: "Lopar startet mit einer Nasenspitze Vorsprung"

Natürlich wird sich das eine oder andere vermutlich noch verändern. Die Transferfenster sind lange offen, das internationale bis Ende August, das nationale bis Ende September. "Aber im Moment haben wir eine Mannschaft zusammen, mit der wir in die Saison starten könnten", sagte Contini. Noch nicht festlegen mochte sich der Trainer in der Goaliefrage, nachdem er Dejan Stojanovic in den abschliessenden beiden Spielen der vergangenen Saison eine Chance gegeben hatte. Aber: "Daniel Lopar startet mit einer Nasenspitze Vorsprung in die Vorbereitung", so Contini.

Zu seiner Mannschaft zählt der 43-jährige Trainer auch immer noch Albian Ajeti, den Zwillingsbruder von Adonis. Der 20-jährige Stürmer und Silvan Hefti werden am Freitag im Training erwartet, da sie in der vergangenen Woche noch im U21-Nationalteam engagiert waren. Im Moment sind die Verhandlungen zwischen dem FC Basel und St.Gallen ausgesetzt. Es gibt gar Stimmen, die behaupten, der Transfer sei geplatzt. Natürlich ist es auch möglich, dass sich der FC Basel aus taktischen Gründen zurückgezogen hat. Der Serienmeister ist anscheinend nicht bereit, auf die Forderung der St.Galler einzugehen und die Ostschweizer geben nicht nach. Contini sagte zu dieser Angelegenheit nur: "Wir wollen Ajeti ja nicht weghaben." Der Basler war in der vergangenen Saison St.Gallens bester Torschütze. Einen wie ihn gibt man nicht kampflos ab.

Gescheitert ist der Transfer von Martin Angha zum FC Zürich. Der 23-jährige, frühere Captain der St.Galler sagt: "Wir konnten uns nicht einigen." Angha, der in St.Gallen noch über einen Vertrag bis im Sommer 2018 verfügt, kam unter dem neuen Trainer Contini in den abschliessenden sechs Spielen der vergangenen Saison zu keinem Einsatz: "Es beginnt alles von vorne. Ich versuche, mit einer guten Vorbereitung auf mich aufmerksam zu machen", so Angha.
 

Gianluca Gaudino bald in der Serie A?

Definitiv aus St.Gallen verabschiedet haben sich nach Trainer Joe Zinnbauer auch seine Landsleute Lucas Cueto und Gianluca Gaudino sowie der Tunesier Mohamed Gouaida. Gaudino, der bei Bayern München noch bis 2018 unter Vertrag ist, könnte laut Medienberichten zu Chievo Verona in die Serie A wechseln. Das Kapitel St.Gallen ebenfalls beendet hat Sejad Salihovic, obwohl ihn die Ostschweizer gerne behalten hätten. Salihovic, erst im vergangenen Winter gekommen und derzeit noch verletzt, soll verschiedene Angebote prüfen. Das erste Testspiel bestreiten die St.Galler am kommenden Samstag ab 17 Uhr in Henau gegen Altach.

Lesen Sie die Ereignisse des ersten Trainings nochmals in unserem Newsticker nach:

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