Suche nach einem Sportchef: Die neuen FCSG-Aktionäre reden mit

KANDIDAT JOHANNES SPORS ⋅ Der FC St. Gallen bestätigt Gespräche mit dem 35-jährigen Deutschen Johannes Spors. Der Chefscout von RB Leipzig soll einer von mehreren Sportchef-Kandidaten sein. Das neue Aktionariat sei im Findungsprozess involviert, sagt Präsident Stefan Hernandez.
Aktualisiert: 
20.11.2017, 17:00
20. November 2017, 09:49
Ralf Streule
Die Meldung, dass sich der FC St.Gallen auf der Suche nach einem Sportchef im nördlichen Nachbarland umschaut, bestätigt sich. Johannes Spors, 35-jähriger Chefscout des Bundesliga-Clubs RB Leipzig, wurde kontaktiert, bestätigt Präsident Stefan Hernandez eine "Blick"-Meldung. Er sagt aber auch, dass aktuell weitere Optionen geprüft werden.

"Wir lassen nach wie vor alle Alternativen offen, wir suchen nach einer nachhaltigen Lösung." Spors erfülle aber viele der Kriterien, die ein Sportchef des FC St.Gallen zu erfüllen habe. Der Heidelberger hat sich bei Hoffenheim einen Namen als Scout und Videoanalyst gemacht und wechselte 2015 zu den aufstrebenden Leipzigern. Luzern-Trainer Markus Babbel kennt Spors von seiner Zeit als Hoffenheim-Coach und spricht von einem Mann mit viel Erfahrung und einem "klaren Verstand". Er arbeite strukturiert, gehe nicht blauäugig an eine Sache. Und er kenne sich gut aus im internationalen Markt – wie auch im schweizerischen.
 

Noch nie in der Rolle des Sportchefs

Die Vermutung, dass Spors das Netzwerk in der Schweiz fehlen könnte, räumt auch Hernandez aus. Dass es Kriterien gibt, die der Kandidat nicht erfüllt, bestreitet er aber nicht. Eine dürfte sein, dass Spors zuvor nie als Sportchef gearbeitet hat. Dieses Amt ist in St.Gallen derzeit besonders delikat, da es darum geht, sich in einem unruhigen Umfeld zu behaupten und dem Club ein klares Gesicht zu geben. Immerhin: Spors brächte in der zerfahrenen Situation beim FC St.Gallen die Aussensicht ein.

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Darf der VR weitreichende Entscheide fällen?

Unklar ist, ob das neue Aktionariat des Clubs hinter der Personalie steht. Zuletzt war zu hören, dass weitreichende Entscheide nicht vom Verwaltungsrat beschlossen werden dürften, bevor die Aktionäre eine neue Führung konstituiert hätten. "Das Aktionariat ist über die Suche informiert und in den Findungsprozess involviert", so Hernandez, der Aktionär und VR-Mitglied ist. Die neue Aktionärsstruktur des FC St.Gallen.

Die neue Aktionärsstruktur des FC St.Gallen.

Video: Will FCSG-Coach Giorgio Contini überhaupt einen Sportchef?

(Youtube )




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