Krise beim FCSG: "Für Club und Fans eine schwierige Situation"

UMFRAGE ⋅ Beim FC St.Gallen jagt ein Abgang den nächsten. Bei einer Umfrage zeigt sich: Es herrscht wenig Verständnis dafür, dass interne Querelen öffentlich ausgetragen werden.
08. September 2017, 20:47
Leonardo Da Riz
Sebastian Jacober, 36, Projektleiter, St. Gallen
Sebastian Jacober, 36, Projektleiter, St.Gallen. Zoom

Sebastian Jacober, 36, Projektleiter, St.Gallen.

Die aktuelle Situation ist sehr schwierig. Ich finde, dass sich die Clubführung selbst demontiert. Der sportliche Wettbewerb und die Konkurrenz ist doch schon genug gross, da sollte die Vereinsspitze nicht noch Zeit mit Machtkämpfen verschwenden. Es werden schwierige Zeiten auf den FC St. Gallen zukommen, vor allem wenn Sponsoren abspringen.

Jake Keim, 15, Schüler, Andwil
Jake Keim, 15, Schüler, Andwil. Zoom

Jake Keim, 15, Schüler, Andwil.

Es ist nicht gut, dass die Person mit den meisten Aktien auch die grösste Macht hat. Und dies obwohl sie gemäss Organigramm nicht alles bestimmen darf. Ich finde, man hätte das Problem intern regeln müssen, ohne die Medien einzubeziehen. Meiner Meinung nach könnten durch die Situation auch die Spieler belastet werden. Das wäre schlimm.

Max Hobi, 55, Pensionär, Wil
Max Hobi, 55, Pensionär, Wil. Zoom

Max Hobi, 55, Pensionär, Wil.

Ehrlich gesagt, interessiert mich die ganze Geschichte gar nicht. Aber es ist doch einfach schade, wenn interne Probleme den Sport überschatten. Ich halte allgemein wenig von Funktionären im Profifussball. Die wollen doch nur Business machen und sich bereichern. Zum Glück gibt es noch die Fans, die ohne Hintergedanken hinter ihren Vereinen stehen.

Noemi Furrer, 15, Schülerin, St. Gallen
Noemi Furrer, 15, Schülerin, St.Gallen. Zoom

Noemi Furrer, 15, Schülerin, St.Gallen.

Ich kenne die Details nicht, aber ich finde es keine schöne Art, dass man die Probleme nach aussen und in die Medien trägt. So, wie es jetzt gemacht wird, schadet man auch dem Image des ganzen Vereins, auch wenn der Zwist nur die Vereinsführung betrifft. Diese Spannungen könnten auch auf die Spieler übergreifen, was katastrophale Folgen haben könnte. 

Zarko Terzic, 17, Lehrling, Wittenbach  
Zarko Terzic, 17, Lehrling, Wittenbach. Zoom

Zarko Terzic, 17, Lehrling, Wittenbach.

Ich finde nicht gut, dass die Öffentlichkeit dieser Krise so viel Aufmerksamkeit schenkt. Interne Konflikte gibt es immer wieder und überall. Die zwei Rücktritte verstehe ich nicht, aber vielleicht kenne ich mich da zu wenig aus. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass es für einen solchen Streit immer mindestens zwei Seiten braucht. 

Alexander Reinhardt, 61, Pensionär, Ulm (D)
Alexander Reinhardt, 61, Pensionär, Ulm (D). Zoom

Alexander Reinhardt, 61, Pensionär, Ulm (D).

Da geht es eindeutig um Machtspielchen. Mit diesen seid ihr hier in der Schweiz nicht allein, die gibt’s in allen Ländern. Man muss nur mal schauen, wie oft der VFB Stuttgart in den letzten Jahren den Vorstand gewechselt hat wegen ähnlicher Sachen. Das sind persönliche Konflikte unter den Funktionären, die lange im Verdeckten schwelen und dann eskalieren. 

Jelena Bulovic, 16, Kantonsschülerin, Goldach
Jelena Bulovic, 16, Kantonsschülerin, Goldach. Zoom

Jelena Bulovic, 16, Kantonsschülerin, Goldach.

Ich interessiere mich zwar nicht für Fussball, finde aber, dass man Konflikte innerhalb des Vereins nicht an die Öffentlichkeit tragen sollte. Auch diese Machtkämpfe sind überhaupt nicht gut für den FC St. Gallen. Ich denke, dass diese Probleme in der Chefetage bleiben und nicht auf die Spieler übergehen werden. Das sind immerhin Profifussballer. 

Martin Hautle, 16, Lehrling, Flawil
Martin Hautle, 16, Lehrling, Flawil. Zoom

Martin Hautle, 16, Lehrling, Flawil.

Es ist eine sehr schwierige Situation. Für den FC St. Gallen als Unternehmen, aber auch für die Fangemeinschaft. Ich verstehe Fans, die nicht mehr hinter dem Vereinsvorstand stehen. Auch hoffe ich, dass die Spieler sich nicht allzu sehr irritieren lassen. Schliesslich kommt es auf ihre sportlichen Leistungen an und nicht auf die Unternehmensleitung.

Sinedin Krizevac, 15, Lehrling, Heiden
Sinedin Krizevac, 15, Lehrling, Heiden. Zoom

Sinedin Krizevac, 15, Lehrling, Heiden.

Eigentlich sind mir solche Geschichten nicht wichtig. Wenn jemand wie Hüppi seine Meinung verbreitet, muss man aber versuchen, auch die andere Seite anzuhören. Auf den FCSG wird eine relativ schwierige Phase zukommen. Nach einigen Wochen wird alles wieder beim alten sein. Auch die öffentliche Aufmerksamkeit wird dann abnehmen. 

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