Trotz starker erster Halbzeit: Der FCSG verliert gegen YB mit 2:4

FUSSBALL ⋅ Der FC St.Gallen bot dem Fast-Meister aus Bern lange die Stirn und lag zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. Zum Schluss setzte sich die Klasse der Young Boys durch.
Aktualisiert: 
08.04.2018, 20:00
08. April 2018, 15:49
Christof Krapf/Martin Oswald

Die Tore

  • 12. Minute: Ein Steilpass reicht, um die Ostschweizer Abwehr auszuhebeln. Einen ersten Abschluss kann St.Gallens Goalie Stojanovic noch parieren. Den Nachschuss verwertet aber Loris Benito zum 1:0.
  • 33. Minute: Buess bringt den Ball von links in den Strafraum, Peter Tschernegg trifft aus sieben Metern zum 1:1.
  • 42. Minute: Kukuruzovic bedient Buess perfekt im Strafraum. Dieser schiesst das umjubelte 2:1 für die St.Galler.
  • 45. Minute: 2:2 durch einen Freistoss von Sulejmani. Grosse Klasse wie der Offensivspieler den Ball ins rechte obere Eck schlenzt. 
  • 47. Minute: Roger Assalé entschwischt der St.Galler Verteidigung und spielt einen Querpass in die Mitte. Guillaume Hoarau vollstreckt locker zum 3:2.
  • 54. Minute: Sanogo kommt unbewacht zum Kopfball. Keine Chance für Torhüter Stojanovic. 4:2.
 

Die Spiel-Analyse

Der FC St.Gallen präsentiert sich in der ersten Halbzeit trotz vieler Verletzten in blendender Form. Zwar schiessen sich die Berner mit ihrer ersten Chance in der 12. Minute mit 1:0 in Front, doch die Espen verstecken sich nicht und kommen zu einer Chance nach der anderen. Buess und Tschernegg gelingt gar die zwischenzeitliche Führung, ehe Sulejmani kurz vor der Pause zum 2:2 ausgleichen kann. Wenn sich das Team von Giorgio Contini zur Pause etwas vorwerfen kann, dann einzig, dass viele ausgezeichnete Torchancen nicht verwertet werden konnten. Da zeigt sich die Klasse von Fast-Meister YB; die Berner brauchen für ihre Tore wenige Chancen. So auch nach der Pause. Ein schneller Angriff und ein Eckball und schon führten die Gäste mit 4:2. Fortan nahm die Intensität ab. Die Young Boys verwalteten den Vorsprung ohne Mühe und stehen kurz vor dem ersten Meistertitel seit 1986.


Die Stimmen zum Spiel

(Martin Oswald/Ralf Streule)

(Martin Oswald/Ralf Streule)

(Martin Oswald/Ralf Streule)

Zuschauer

Zum ersten Mal in dieser Rückrunde bot das Wetter keine Ausrede, dem Spiel im Kybunpark fernzubleiben. Traumwetter und ein attraktiver Gegner lockten 17'572 Zuschauer ins Stadion. Saisonrekord. Nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung herrschte Gänsehaut-Stimmung im Stadion. So hatte sich das Präsident Matthias Hüppi bei seinem Amtsantritt gewünscht.

  • Über 17'000 Zuschauer besuchten das Spiel im Kybunpark.
  • Auch die Gäste aus Bern sorgten für gute Stimmung auf den Rängen.
  • FCSG-Präsident Matthias Hüppi vor dem Spiel gegen Tabellenführer YB.

Der FC St.Gallen bot dem Fast-Meister YB lange die Stirn und lag zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. Zum Schluss setzten sich die Gäste aus Bern aber durch.

Der Beste

Roman Buess. Zuletzt mit wenig Spielpraxis, heute aber mit grosser Präsenz und Torgefahr. Buess bereitet das 1:1 vor und schiesst das 2:1 selber.

Der Schlechteste

Andreas Wittwer. Wie bereits in den vergangenen Spielen unterlaufen ihm zu viele Fehler und seine Pässe bei Offensivaktionen landen immer wieder in den gegnerischen Füssen.

  • Dejan Stojanovic: Note 4,5. Er hält mehrmals bravourös, ist bei den ersten Gegentoren ohne Abwehrchance. Beim Corner zum 2:4 aber etwas unsicher.
  • Silvan Hefti: Note 4,5. Er verteidigt meist solide. Hat aber nur in der ersten Halbzeit überzeugende Offensivaktionen.
  • Alain Wiss: Note 4,5. Er hält die Defensive zusammen, so gut es geht. Nach der Pause wird dies zusehends schwieriger.

Unsere Sportredaktion bewertet nach jedem Spiel die Leistung der eingesetzten Spieler. Die Noten reichen von 1 - Totalausfall, 2 - Schwachpunkt, 3 - Mitläufer, 4 - Normalform, 5 – Leistungsträger bis 6 - Matchwinner. (Bilder: pd)

 

Die Ereignisse im Zeitverlauf

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