Nach Otero-Entlassung: FCSG macht Markus Frei zum interimistischen Nachwuchschef

PERSONALENTSCHEID ⋅ Der FC St.Gallen hat eine interimistische Lösung für das Amt des Technischen Leiters für das Nachwuchsprojekt Future Champs Ostschweiz gefunden. Markus Frei, Ex-Trainer der Espen und Vater von Fabian Frei, wird vorerst die vakante Position besetzen.
23. Januar 2018, 15:42
Am Montag hat sich der FC St.Gallen per sofort von seinem umstrittenen Nachwuchschef Marco Otero getrennt. Otero, technischer Leiter von Future Champs Ostschweiz (FCO), war seit Monaten vorgeworfen worden, im Hintergrund gemeinsam mit Spielerberater Donato Blasucci nach immer mehr Einfluss zu streben. Nun, am Tag danach, informieren die Espen bereits über die interimistische Nachfolgeregelung. Sie haben ihren früheren Trainer Markus Frei zum vorläufigen Nachfolger Oteros bestimmt.
 

Seit Anfang 2016 für FCO tätig

Der Frauenfelder Markus Frei amtet derzeit als Leiter Partnerschaften/Footeco innerhalb von Future Champs Ostschweiz. Er wird gemäss der Mitteilung die vakante Position besetzen, bis der endgültige Nachfolger für Marco Otero feststeht. Der 65-jährige Markus Frei hatte früher in diversen SFV-Mannschaften Trainerfunktionen inne und war zudem Ausbilder des Schweizerischen Fussballverbands. Im Mai 2002 gewann die Schweizer U17 unter Trainer Frei den Europameistertitel. Seit Anfang 2016 ist Markus Frei für FCO tätig. 
 

Sutter: "Können bisherige Arbeit nahtlos fortführen"

Sportchef Alain Sutter freut sich, dass so rasch eine Übergangslösung gefunden werden konnte: "Markus Frei hat sich verdankenswerterweise spontan zur Verfügung gestellt. Er kennt die Abläufe bei FCO bestens, ist allen Mitarbeitenden bekannt, und mit dieser internen Lösung können wir nahtlos die bisherige Arbeit fortführen", lässt sich Sutter in der Mitteilung zitieren. Man sei daran, die Nachfolge für die Position des Technischen Leiters aufzugleisen - "wir werden diese hoffentlich zeitnah kommunizieren können", so Sutter.
 

Mit der U17 Europameister geworden

Markus Frei hat abgesehen von seiner bisherigen Tätigkeit für Future Champs Ostschweiz eine Vergangenheit beim FC St.Gallen: Nach der Entlassung des Deutschen Uwe Klimaschewski übernahm Frei im Frühjahr 1987 das Amt des Cheftrainers des FC St.Gallen. Unter ihm debütierte der junge Chilene Ivan Zamorano bei den Espen, der von St.Gallen aus mit Stationen bei Sevilla, Real Madrid und Inter Mailand später eine Weltkarriere machen sollte. Im August 1988 wurde Frei dann vom Österreicher Kurt Jara abgelöst.

Markus Frei ist der Vater des Mittelfeldspielers Fabian Frei, der von 2009 bis 2011 leihweise beim FC St.Gallen spielte, bevor er zu seinem Besitzerclub Basel zurückkehrte. Von dort aus wechselte Fabian Frei 2015 nach Mainz - ab der kommenden Rückrunde wird er nun wieder für den Serienmeister vom Rheinknie auflaufen.  (red.)

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