Ex-Espen im Freudentaumel

EXSTASE AUF DEM BALKAN ⋅ Während sich der ehemalige FCSG-Profi Ivan Martic mit HNK Rijeka den ersten Titel der Vereinsgeschichte gesichert hat, schnappt sich Everton mit Partizan Belgrad die Krone im serbischen Fussball. Gar als Held gefeiert wird Ex-FCSG-Coach Jeff Saibene in Bielefeld. Mit Arminia hat er den Ligaerhalt geschafft.
22. Mai 2017, 14:36
Hierzulande können die St.Galler Spieler nichts feiern. Zwei ehemalige Espen-Profis und ein Ex-Coach befinden sich hingegen im Siegesrausch. Wie vermeldet, hat sich der Uzwiler Ivan Martic mit seinem Club, HNK Rijeka, den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte gesichert. Mit einem 4:0-Sieg gegen Cibalia Vinkovci am vorletzten Spieltag hat Rijeka die jahrelange Dominanz von Dinamo Zagreb in Kroatien beendet. Zuletzt war Dinamo elfmal in Folge Meister.



Am Sieg von HNK Rijeka wesentlich beteiligt war der Schweizer Mario Gavranovic. Der Nationalspieler krönte seine gute Saisonbilanz mit einem Doppelpack in der 11. und 15. Spielminute. Im Sommer wird das Team nun an der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League teilnehmen.
 

Everton feiert in Belgrad

Ebenfalls im Freudentaumel ist Everton. Der Ex-Espe hat mit Partizan Belgrad den serbischen Meistertitel geholt. Es ist der achte Titel für den Club in den vergangenen zehn Jahren. Unter Trainer Marko Nikolic hielt das Team am letzten Spieltag durch ein 5:0 gegen den FK Mladost Lucani den Erzrivalen und Titelverteidiger Roter Stern Belgrad auf Distanz. Die Freude über die gewonnene Meisterschaft feierten Fans und Evertons Team noch am selben Abend auf Belgrads Strassen.



Dank seinem Titel wird der Hauptstadtklub Partizan im Sommer ebenfalls wie Rijeka an der Qualifikationsrunde zur Champions League teilnehmen.
 

Saibene rettet Bielefeld

Während Martic und Everton jubeln, darf sich der ehemalige FCSG-Trainer Jeff Saibene gar als Held feiern lassen. Er hat Arminia Bielefeld vor der Relegation gerettet und sich mit seinem Team den direkten Ligaerhalt in der 2. Fussball-Bundesliga gesichert. Seit der Luxemburger am 20. März in Bielefeld das Ruder übernommen hat, haben die Arminen nur ein Spiel verloren. Der 48-Jährige hat es geschafft, aus dem abstiegsgefährdeten Team wieder eine leistungsfähige Mannschaft zu formen.

Die Verantwortlichen wollen Saibene nun weiter verpflichten und den im Juni auslaufenden Vertrag verlängern. Und auch der ehemalige FCSG-Coach macht keinen Hehl daraus, in Bielefeld bleiben zu wollen. In einem Interview sagt er kürzlich, wie froh er ist, dass der Verein den Ligaerhalt ohne Relegation geschafft hat. Ein Ja zu seinem möglichen Verbleib gab es von Saibene zwar nicht direkt. Aber: es gefalle ihm in Bielefeld und bei der Arminia. «Jetzt müssen wir uns zusammensetzten und einen Vertrag machen», sagt er. (lex)


Leserkommentare

Anzeige: