FCSG bestätigt Basler Interesse an Ajeti

ABGANG? ⋅ Vor kurzem hatten die St.Galler Fans noch gejubelt, als es den Espen gelungen war, Albian Ajeti definitiv vom FC Augsburg zu übernehmen. Jetzt will der FC Basel den Stürmer, der angeblich in Kürze auch ein Nati-Aufgebot erhalten wird, ans Rheinknie holen. Über konkrete Zahlen sei noch nicht gesprochen worden, sagt St.Gallens Medienchef Daniel Last.
Aktualisiert: 
17.05.2017, 13:00
17. Mai 2017, 07:37
Daniel Walt
Albian Ajeti ist in dieser Saison die offensive Lebensversicherung des FC St.Gallen. Zehn Meisterschaftstore hat Ajeti bisher für die Espen erzielt. Dementsprechend gross war der Jubel in der fussballbegeisterten Ostschweiz, als es dem FC St.Gallen vor kurzem gelang, Leihspieler Ajeti definitiv vom deutschen Bundesligisten Augsburg zu übernehmen. Die Espen statteten Ajeti mit einem Vertrag bis 2021 aus - und drohen den Angreifer nun trotzdem schon bald wieder zu verlieren. Wie der "Blick" schreibt, steht Albian Ajeti trotz seines langfristigen Kontrakts beim FC St.Gallen vor einem Transfer zum FC Basel.
 

"Bedingungen müssten entsprechend sein"

Auf Anfrage von Tagblatt Online bestätigt Daniel Last, Medienchef des FC St.Gallen, das Interesse des FC Basel an Albian Ajeti. "Bis jetzt ist aber noch nicht über konkrete Zahlen gesprochen worden", so Last. Die Frage, ob der Verein bereit sei, den Stürmer unter gewissen Bedingungen abzugeben, beantwortet Last wie folgt: "Der FCSG hat Albian Ajeti nicht verpflichtet, um ihn sofort wieder ziehen zu lassen, sondern weil er ein wichtiger Teil unserer Zukunftsplanungen ist. Die Bedingungen müssten schon entsprechend sein." Wo die Schmerzgrenze für die Ostschweizer liegt, kann Last nach eigenen Aussagen nicht beziffern - "es ist ja auch noch nicht konkret verhandelt worden".
  • Marco Zwyssig (rechts) verliess den FC St.Gallen im Sommer 2001 in Richtung FC Tirol Innsbruck (heute FC Wacker Innsbruck) . Die Österreicher liessen sich den Innenverteidiger 220'000 Franken kosten.
  • David Marazzi wechselte nach dem Abstieg im Sommer 2008 zum FC Aarau. Der linke Mittelfeldspieler verbrachte zuvor 5 Saisons in der Ostschweiz. Kostenpunkt: 220'000 Franken.
  • Seifedin Chabbi wurde im Sommer 2016 vom FC St.Gallen aus Lustenau geholt und bereits im Winter 2017 wieder verkauft. Seither spielt er wieder in Österreich. Sein aktueller Arbeitgeber Sturm Graz überwies 220'000 Franken in die Ostschweiz.

Wechselt Albian Ajeti tatsächlich zum FC Basel, bringt dies dem FC St.Gallen Millionen ein. Wer bis anhin der teuerste Abgang der Espen ist, zeigt unsere Bildergalerie. (Quelle: www.transfermarkt.ch)


Der "Blick" hatte berichtet, St.Gallen solle für Ajetis Wechsel nach Basel weit mehr Geld erhalten, als er für die Übernahme des Spielers dem FC Augsburg überwiesen hatte. Jener Betrag soll bei etwas über einer Million Euro gelegen haben. Im Raum steht laut "Blick" zudem eine Gewinnbeteiligung bei einem allfälligen Weiterverkauf Ajetis. Der 20-Jährige soll laut neusten Informationen der Zeitung auch ein Aufgebot von Nationaltrainer Vladimir Petkovic für den Zusammenzug für das Test-Länderspiel gegen Weissrussland am 1. Juni und das darauffolgende WM-Qualifikationsspiel auf den Färöern (10. Juni) erhalten.
 

Keine Perspektiven gesehen

Im Januar 2016 hatte Albian Ajeti den Serienmeister aus Basel in Richtung Augsburg verlassen, weil er keine Perspektiven bei den Bebbi sah. Die neuen Verantwortlichen in Basel rund um den künftigen Präsidenten Bernhard Burgener und den baldigen Sportchef Marco Streller halten nun aber offenbar grosse Stücke auf Ajeti.

Wie plant der FC St.Gallen im Angriff, sollte Albian Ajeti die Ostschweizer Ende Saison tatsächlich verlassen? "Das ist derzeit kein Szenario, über das man konkret nachdenken muss. Aber auch einen solchen Wechsel könnte und müsste man dann entsprechend kompensieren", so Daniel Last abschliessend.

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