«Ich habe Frust abgebaut»

FCSG ⋅ Weil sich Silvan Hefti in der ersten Halbzeit in Lausanne eine Verletzung am Fuss zuzog, kam Mario Mutsch zum Einsatz. Für den 32-jährigen Luxemburger, der St. Gallen nach dieser Saison verlässt, war es der erste Ernstkampf seit November.
08. Mai 2017, 10:08

Erstmals seit 14 Spielen liefen Sie wieder für den FC St. Gallen auf. Gab es Startschwierigkeiten?

Ich habe keine einfache Zeit hinter mir. Um den Frust abzubauen, habe ich viele Extraschichten eingelegt. Das hat sich nun ausbezahlt. Ich war bereit und kam gut ins Spiel.

Ihr Team setzte sich nach sieben sieglosen Spielen 1:0 durch. Die Partie hätte aber auch anders enden können.

Uns war bewusst, dass wir in dieser Situation auch wieder einmal einen sogenannten Drecksieg benötigten. So wie damals im Herbst in Lugano, als wir eine Serie starteten. Diese Mentalität müssen wir nun mitnehmen und schon am nächsten Samstag gegen Vaduz wieder unter Beweis stellen. Natürlich, wir hätten in Lausanne auch mit einem 0:0 dastehen können, aber nun freuen wir uns, dass es wieder einmal mit einem Sieg geklappt hat.

  • Daniel Lopar: Note 4. Nachdem er noch gegen die Young Boys seinem Konkurrenten Dejan Stojanovic den Vortritt hatte lassen müssen, stand Daniel Lopar wieder im Tor. Als Captain vertrat er den gesperrten Toko. Zweimal musste Lopar in extremis eingreifen, was er souverän erledigte. Es gibt aber doch noch zuviele weite Abschläge, die der Mannschaft nichts bringen.
  • Albian Ajeti: Note 6. Der Matchwinner! In den vergangenen fünf Spielen hatte St. Gallens bester Torschütze nicht getroffen, auch in Lausanne deutete lange nichts auf einen Treffer hin, ehe der 20-Jährige am Fünfmeterraum aus der Drehung wunderbar das Siegestor erzielte. Es war sein zehnter Saisontreffer.
  • Marco Aratore: Note 5. Er bekam viele gute Bälle und war auf dem linken Flügel ein Unruheherd. Lange fehlte Aratores Flanken und Pässen aber die Genauigkeit, ehe er in der 66. Minute das Tor von Albian Ajeti vorbereitete.

Unsere Sportredaktion bewertet nach jedem Spiel die Leistung der eingesetzten Spieler. Die Noten reichen von 1 - Totalausfall, 2 - Schwachpunkt, 3 - Mitläufer, 4 - Normalform, 5 – Leistungsträger bis 6 - Matchwinner.

Was hat Giorgio Contini in dieser kurzen Zeit seit dem Trainerwechsel unternommen?

Nach einem Trainerwechsel herrscht immer eine gewisse Euphorie. Giorgio Contini hat die Hebel am richtigen Ort angesetzt und viele kleine Dinge verändert. Noch ist aber unsere Arbeit nicht erledigt. (pl)

  • Der Lausanner Nassim Ben Khalifa behauptet sich gegen Karim Haggui.
  • Benjamin Kololli im Zweikampf mit Silvan Hefti.
  • Sejad Salihovic muss sich gegen Nassim Ben Khalifa behaupten.

Der FC St.Gallen hat auswärts unter dem neuen Trainer Giorgio Contini in die Erfolgsspur zurückgefunden. Das Endresultat lautet 1:0 für die Espen. Einziger Torschütze des Matches war Albian Ajeti in der zweiten Halbzeit. (Bilder: Keystone)


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