Heimniederlage für den FC St.Gallen

FUSSBALL ⋅ Der FC St.Gallen verliert zu Hause gegen den FC Lugano mit 0:1. Das einzige Tor des Spiels hat Armando Sadiku in der 65. Minute erzielt. Die St.Galler haben vor 11'629 Zuschauern nie richtig ins Spiel gefunden.
Aktualisiert: 
26.02.2017, 18:00
26. Februar 2017, 17:39
Armando Sadiku, die Leihgabe des FC Zürich, liess einmal mehr aufscheinen, wie wichtig er für eine Mannschaft sein kann, derzeit wieder für Lugano. Das Tor, das der Albaner nach 65 Minuten erzielte, erzielt nicht jeder. Sadiku nahm einen ruhigen Ball nach einem Einwurf an, blockierte sich den Weg zum Tor frei und schoss auf etwa 18 Metern unhaltbar ein. Schon bis dorthin war die Führung der Tessiner mehr als verdient, und auch danach war die Equipe von Paolo Tramezzani besser, was sich in den besseren Chancen niederschlug.

  • Der Tessiner Jonathan Sabbatini stoppt den St. Galler Andreas Wittwer.
  • Der St.Galler Trainer Josef Zinnbauer.
  • Der Tessiner Armando Sadiku, links, startet zum Jubellauf nach seinem Tor.

Der FC St.Gallen verliert gegen Lugano mit 0:1. Einziger Torschütze des Spiels ist Sadiku. (Bilder: Keystone)



Tramezzani kann mit dem Beginn seiner Anstellung im Tessin sehr zufrieden sein. Nach den vier Runden des Frühlingpensums kann er eine positive Bilanz mit zwei Siegen sowie je einem Unentschieden und einer Niederlage vorweisen. Wegen des ungeschriebenen Auswärtssieg-Gesetzes in den Spielen zwischen den Ostschweizern und den Tessinern hat Lugano jetzt schon drei Erfolge auf fremden Terrains auf dem Konto. Sie siegten zweimal in St. Gallen und einmal bei YB.

Die St. Galler hätten den möglichen Unterschied in der ersten Halbzeit, in der sie dominierten, herausholen müssen. Nach der Pause glich die Leistung der Ostschweizer einem Rückschlag. Sie spielten jetzt ähnlich schwach wie in der schlechten Phase im Herbst − ebenfalls unter Trainer Joe Zinnbauer. Dem Ausgleich nahe kamen sie nur nach 70 Minuten, als Karim Haggui mit einem Kopfball an den Pfosten Pech hatte. Der prominente Rückkehrer Tranquillo Barnetta war offenbar weder mit sich noch mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Als Zinnbauer ihn nach 69 Minuten ersetzte, verweigerte er demonstrativ den Handschlag. Lugano ist dank dem eher unverhofften Sieg bis auf einen Punkt an St. Gallen herangekommen. Noch wichtiger: Die Reserve zum Abstiegsplatz beträgt sieben Punkte.

Für Joe Zinnbauer war der Sieg der Luganesi verdient. «Sie wollten mehr als wir», sagte er. «Vielleicht ist die Niederlage zu einem guten Zeitpunkt gekommen. Wir müssen uns besinnen. Wir können in der Super League nur gewinnen, wenn wir alles geben.» In der jetzigen Situation sei die Niederlage aber ärgerlich, weil die Mannschaft es verpasst habe, den Abstand zum Tabellenende deutlich zu vergrössern. «Jetzt sind wie hat immer noch ein wenig in diesem Bereich.» (SDA-ATS/plh)

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