«Es fehlte auch etwas das Glück»

INTERVIEW ⋅ FC-St.Gallen-Trainer Joe Zinnbauer spricht nach der Niederlage in Luzern von leichtsinnigen Fehlern, vom fehlenden Glück und der Entscheidung, Mohamed Gouaida neben Toko im defensiven Mittelfeld spielen zu lassen.
17. April 2017, 22:52
Joe Zinnbauer, Sie hatten gegenüber dem Spiel gegen die Grasshoppers eine Reaktion gefordert. Haben Sie eine solche gesehen?
Ja, wir haben ein ganz anderes Spiel hingelegt. Mir hat das weitgehend gut gefallen heute. Allerdings fehlte auch etwas das Glück in gewissen Situationen. Und wenn man leichtsinnige Fehler macht wie beim 0:1, zeigt sich halt die Qualität eines Teams wie Luzern. 
 
St.Gallen hat dreimal in Folge verloren. Wird’s noch einmal ungemütlich?
Wenn du verlierst, ist’s immer ungemütlich. Auch Luzern hatte seine Durststrecke, so geht es allen mit Ausnahme von Basel. Wir hatten schon schlechtere Phasen. Die Niederlage gegen GC tut weh, gegen Basel und Luzern darfst du auch mal verlieren, auch wenn wir heute gerne Punkte mitgenommen hätten. 
 
Es fällt auf, dass trotz Roy Gelmis Sperre ein valabler Ersatz wie Alain Wiss nicht im Aufgebot war. Weshalb?
Ich wollte neben Toko einen Sechser, der den Ball nach vorne bringt und Barnetta und Salihovic bedient. Diese offensive Qualität hat Gouaida eher als Wiss. Meiner Meinung nach hat es Gouaida so schlecht nicht gemacht. Das 0:1 kann nicht nur ihm angekreidet werden. (rst)

  • Daniel Lopar: Note 4: Muss schon nach fünf Minuten retten, als Marco Schneuwly alleine auf ihn zuläuft. Hat danach lange wenig zu tun. Ist schliesslich aber bei beiden Gegentoren chancenlos. Pariert in der Schlussphase einen Weitschuss von Nicolas Haas und verhindert damit das 0:3.
  • Silvan Hefti: Note 3: Der junge St.Galler zeigt in der Defensive zunächst eine solide Leistung. Steht dann aber beim 0:2 zu wenig nahe bei Cedric Itten, der ihm enteilt und alleine vor Lopar trifft. Nach vorne zeigt Hefti zu Beginn zwei, drei verheissungsvolle Vorstösse, die aber letztlich nichts einbringen.
  • Karim Haggui: Note 4: Organisiert die Abwehr mit Übersicht. Im Kopfballspiel und eins-zu-eins-Situationen meist souverän. Bei Steilzuspielen wird er aber zu Beginn zweimal düpiert. Gegen Ende hin und wieder mit technischen Unsicherheiten.

Unsere Sportredaktion bewertet nach jedem Spiel die Leistung der eingesetzten Spieler. Die Noten reichen von 1 - Totalausfall, 2 - Schwachpunkt, 3 - Mitläufer, 4 - Normalform, 5 – Leistungsträger bis 6 - Matchwinner. (Bilder: pd)


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