Zinnbauer weg, Contini neuer FCSG-Coach

LIVETICKER ⋅ Fünf Niederlagen in Serie haben gereicht: Der FC St.Gallen entlässt Joe Zinnbauer. An einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz wurde Giorgio Contini vorgestellt.
Aktualisiert: 
04.05.2017, 16:00
04. Mai 2017, 16:40
Nach sieben sieglosen Spielen hat die Führungsriege beim FCSG gehandelt. Sie entlässt Joe Zinnbauer. Als Nachfolger wurde der frühere St.Galler Spieler und Schweizer Meister Giorgio Contini an einer ausserordentlichen Medienkonferenz vorgestellt. 
"Das Wichtigste sind jetzt Punkte", sagte der neue Cheftrainer an der Medienkonferenz. "Wir wollen uns schnellstmöglich vom Abstiegsgespenst befreien." Deshalb werde der Fokus direkt auf das Spiel am Sonntag gegen Lausanne gelegt. Contini unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2018. Bezüglich seiner Spielphilosophie wollte er sich noch nicht auf die Äste hinauswagen. Wichtig sei, die Spielweise der Qualität der Mannschaft und der Situation anzupassen. "Wenn Lausanne 60 Prozent Ballbesitz hat, ist das OK, sofern wir gewinnen." 
  • Giorgio Contini wechselte 1996 vom FC Baden zu St.Gallen. Hier eine Aufnahme von 1997.
  • In 145 Spielen erzielte der Stürmer insgesamt 30 Tore.
  • Aufnahme aus dem Jahr 1998.

Giorgio Contini hatte in seiner Karriere als Spieler und Trainer bereits viele Berühungspunkte mit dem FC St.Gallen. Als Stürmer war er in der Meistermannschaft 2000 dabei, es folgten Engagemenets als Trainer der U21, als Assistenztrainer der ersten Mannschaft sowie Interimstrainer im März 2011. Als Cheftrainer des FC Vaduz wusste er seinen früheren Club regelmässig zu blamieren. Nun ist er zum FC St.Gallen zurückgekehrt. (Bilder: Keystone)

FCSG das zweitschlechteste Team der Rückrunde

Der ehemalige HSV-Trainer Zinnbauer hatte im September 2015 als Nachfolger des zurückgetretenen Jeff Saibene einen Dreijahresvertrag bei St. Gallen erhalten. Unter dem Bayern gab es in 63 Meisterschaftsspielen bloss 19 Siege. Dennoch nannte der scheidende FCSG-Präsident Dölf Früh am Donnerstag nicht sportliche, sondern wirtschaftliche Gründe für den Trainerwechsel: Die Stimmung sei gegen Zinnbauer gekippt. Dies habe sich in Hunderten von Mails und dem sehr schlecht angelaufenen Vorverkauf an Saisonkarten gezeigt, war am Rande der Pressekonferenz zu erfahren. Früh zeigt sich aber überzeugt, dass die Mannschaft auch unter Zinnbauer nicht abgestiegen wäre. Trotzdem erhält Contini einen Vertrag, der auch in der Challenge League Gültigkeit hätte.

St. Gallen ist das zweitschlechteste Team der Rückrunde (zwei Siege, vier Remis und sechs Niederlagen). Die Ostschweizer weisen als Tabellenachte sechs Runden vor Schluss noch fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Vaduz auf.

Der Winterthurer Contini war vor zwei Monaten bei Vaduz entlassen worden. Im Liechtenstein war er seit Winter 2012 tätig. Anderthalb Jahre nach seiner Einstellung führte er die Mannschaft von der Challenge League in die Super League. Als Spieler war er zwischen 1996 und 2001 für St. Gallen aktiv. Als Höhepunkt gewann er 2000 mit den Ostschweizern den Meistertitel. (red.)

Was hat der neue FCSG-Coach an der Medienkonferenz gesagt? Lesen Sie nochmals alles in unserem Liveticker nach:

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