Playoffs der Champions Hockey League ohne HC Davos

CHAMPIONS HOCKEY LEAGUE ⋅ Im Eishockey-Europacup bangen alle Schweizer Klubs noch ums Weiterkommen. Nur Davos musste in Liberec mit einer 3:4-Niederlage alle Hoffnungen bereits vorzeitig begraben.
Aktualisiert: 
03.10.2017, 22:36
03. Oktober 2017, 19:32

Die Davoser sind bei der dritten Teilnahme an der Champions Hockey League erstmals in den Playoffs nicht mehr dabei. Nach der peinlichen Auswärtsniederlage in Cardiff (3:4 n.V. nach einem 10:1-Heimsieg) hätten die Davoser beide Direktbegegnungen gegen Liberec gewinnen müssen, um noch weiterzukommen. Vor zwei Jahren beim europäischen Sturmlauf in die Halbfinals hatte Davos gegen Liberec zweimal gewonnen. Diesmal resultierte gegen den tschechischen Meister von 2016, der aktuell aber nur Platz 10 belegt, eine bittere Niederlage.

Davos fehlte es an Cleverness, Glück und Ruhe. Die Cleverness fehlte nach 35 Minuten und dem 1:1-Ausgleich des Amerikaners Broc Little. Bloss 38 Sekunden und drei Davoser Fehler später führte Liberec bereits wieder.

An Fortune mangelte es nach 40 Minuten, als Marc Wiesers vermeintlicher 2:2-Ausgleich Sekundenbruchteile nach Ablauf der Zeit fiel. Und nach diesem nicht gegebenen Goal verloren die Davoser und insbesondere Marc Wieser die Ruhe. Innerhalb von weniger als acht Minuten kassierte der im Schlussabschnitt sechs Strafminuten, was die Davoser Aufholjagd sabotierte.

Dennoch kamen die Davoser im Schlussabschnitt nach einem 1:3-Rückstand noch zweimal bis auf ein Tor heran. Zehn Minuten vor Schluss nahm Coach Arno Del Curto erstmals Goalie Joren van Pottelberghe für einen zusätzlichen Stürmer vom Eis. Dino Wieser vergab in der allerletzten Sekunde das 4:4, welches die Davoser noch hätte hoffen lassen.

ZSC reagierte zu spät

Hoffen und Bangen dürfen die übrigen Schweizer National-League-Vertreter noch. Aber noch steht keiner in den Achtelfinals. Für die ZSC Lions und den EV Zug setzte es in Österreich Niederlagen ab. Meister Bern bestreitet sein Auswärtsspiel gegen den Spengler-Cup-Teilnehmer Hradec Kralove erst am Mittwoch.

Die ZSC Lions fielen nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung in Klagenfurt auf Platz 3 in der Gruppe H zurück. Die Lions müssen nächsten Mittwoch das Rückspiel gegen die Österreicher gewinnen, um nicht wie vor drei Jahren in der Vorrunde zu scheitern. Dieses kapitale Spiel bestreiten die ZSC Lions nicht im Hallenstadion, sondern in Dübendorf.

Die ZSC Lions erwachten in Klagenfurt zu spät. 40 Minuten lang spielten die Zürcher verhalten, unkonzentriert, konzeptlos. Bis zur 55. Minute führten die Klagenfurter durch einen Shorthander von Julian Talbot mit 1:0. Zürichs Goalie Lukas Flüeler hielt sein Team im Spiel. Im Finish erspielten sich die ZSC Lions Vorteile; Chris Baltisberger gelang nach 55 Minuten der Ausgleich. In der Overtime nützte aber Martin Schumnig nach 28 Sekunden für Klagenfurt die erste Torchance zum 2:1-Sieg.

Zug mit bester Ausgangslage

In der besten Ausgangslage vor der Schlussrunde von nächster Woche befindet sich der EV Zug. Die Zuger führten bei den Vienna Capitals dank Toren von Reto Suri (2) und Dominic Lammer bis zur 41. Minute mit 3:2, kassierten dann noch eine 3:5-Niederlage. Im Rückspiel vom nächsten Dienstag benötigen die Zuger gegen die Wiener aber lediglich einen Punkt, um die Achtelfinal-Qualifikation sicherzustellen (sda)


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