Schreinerei mit kreativer Ader

ERICH KELLER AG ⋅ Seit über 60 Jahren fertigt die Sulger Schreinerei Küchen, Innenausbauten, Klimasysteme und Bildschirmarbeitsplätze. Sie verbindet Design, Qualität und Technik zu massgeschneiderten Lösungen – und ist damit einzigartig in der Branche.

18. Januar 2017, 08:00

TOBIAS SÖLDI
 

Wenn der Generalsekretär der UNO in New York zu einer Konferenz lädt, gelangt das Mittelthurgauer Dorf Sulgen zu weltpolitischer Bedeutung. Denn dort, wo wichtige Entscheidungen diskutiert werden, stehen Möbel, Schränke und Tische aus Sulgen. 2004 hat die Thurgauer Schreinerei Erich Keller AG im Auftrag des Bundes Teile des UNO-Hauptsitzes renoviert. Der Betrieb plante und realisierte den Innenausbau von Konferenz- und Besprechungsräumen für den UNO-Generalsekretär, von Warte- und Vorbereitungsräumen für Staatsoberhäupter sowie von Arbeitsbereichen für Angestellte der UNO. «Das war ein zeitkritischer und anspruchsvoller Auftrag, der äusserste Genauigkeit erforderte», erinnert sich Geschäftsleiter Paul Keller.

Mit ökologischem Blick an die Spitze

Trotz internationalem Erfolg und prestigeträchtigen Auftraggebern ist die Schreinerei ihren Wurzeln treu geblieben. So war die Projektleitung für den UNO-Auftrag in Sulgen stationiert, und die Stücke wurden alle in der hauseigenen Schreinerei produziert. Auch die Kunden aus der Region werden nicht vernachlässigt: «Wir fertigen beispielsweise auch sehr gerne Küchen für einen Neubau in Sulgen», betont Paul Keller.
Neben dem Innenausbau für Private und für Geschäfte, dem Grundstein des Unternehmens, hat sich die Erich Keller AG auf Bildschirmarbeitsplätze und Klimasysteme spezialisiert. Alle drei Arbeitsbereiche haben sich natürlich aus der Unternehmensgeschichte ergeben. Angefangen hat alles 1951 mit einer kleinen Schreinerei, die Paul Keller senior, Vater des jetzigen Geschäftsführers Paul Keller, in Schönenberg gegründet hat. 1967 kam der Betrieb erstmals mit Bildschirmarbeitsplätzen in Berührung, als sie ein Handelspult für eine Bank fertigte. Dieser Bereich hat sich als wichtiges Arbeitsfeld etabliert. «1980 erlebte der Betrieb dank der Entwicklung eines eigenen Bildschirmarbeitsplatzsystems einen regelrechten Boom», sagt Keller. Heute sind über 35000 Arbeitsplätze der Erich Keller AG in 50 Ländern im Einsatz.


Anfang der 90er-Jahre wurde mit der Fertigung von Einrichtungen für Leitstellen, Überwachungszentralen und ähnlichem die Schreinertätigkeit wiederbelebt, die zu jener Zeit etwas in den Hintergrund gerückt war. «Wir haben uns damals fast zu einem reinen Möbelgeschäft entwickelt», erinnert sich Paul Keller. Das Unternehmen expandierte weiter. In London wurde 1997 eine Tochtergesellschaft gegründet. Als 2000 die Spekulationsblase platzte, orientierten sich viele Banken neu – und mit ihnen die Erich Keller AG, die für viele Banken Arbeitsplätze herstellte. Die Strategie wurde angepasst und der Innenausbau rückte stärker in den Vordergrund. Er macht heute wie die Bildschirmarbeitsplätze etwa 40 Prozent des Unternehmens aus.
Ende der 90er-Jahre nahm die Firma auch im Klimabereich Fahrt auf. Angefangen hat es mit der Klimatisierung ihrer Händlertische. Heute ist der Betrieb bekannt für seine innovativen Klimasysteme, die nicht nur einzelne Bildschirme, sondern ganze Räume bedienen. «Indem wir alle Komponenten selber koordinieren, ist alles optimal aufeinander abgestimmt», sagt Keller. Das ökologische Bewusstsein lebt der Betrieb selber vor: So erhielt das Firmenareal die Auszeichnung «Naturparks der Schweizer Wirtschaft», und in der hausinternen Kläranlage werden die Lackabfälle verwertet. «Wir haben praktisch keine Sonderabfälle», sagt Paul Keller.

Innovativ dank Know-how und Technik

Besondere Stärke der Erich Keller AG ist ihre Fähigkeit, auch ungewöhnliche Projekte zu realisieren. «Wir sind gut darin, über den Tellerrand hinauszuschauen, mit peripheren Materialien zu arbeiten, etwas umzusetzen, das noch niemand gemacht hat», sagt Paul Keller. Dort, wo eine gewöhnliche Schreinerei an ihre Grenzen stösst, setzt die Erich Keller AG an. Möglich macht dies eine interdisziplinäre Herangehensweise, also eine enge Zusammenarbeit mit Designern und Architekten und ein gutes Verständnis für die Anforderungen von technischer Seite her. So werden Design, Technik und Innenausbau zu einem Ganzen verbunden. Dabei entstehen stets massgeschneiderte Lösungen; die Individualität der Produkte wird bei der Erich Keller AG gross geschrieben. Im Showroom in Sulgen werden deshalb auch nicht fertige Stücke präsentiert, sondern vielmehr die Möglichkeiten aufgezeigt, die man als Kunde hat, insbesondere in Bezug auf die Materialien: «Wir schaffen Individualität durch die Materialisierung», sagt Paul Keller.
Zum Gelingen tragen auch die vielen langjährigen Mitarbeiter in der Schreinerei, in der Planung und im Verkauf bei. «Wir haben Spezialisten in jedem Bereich, deren Know-how sehr wichtig ist», sagt Keller. Dazu kommen moderne Produktionsanlagen, die helfen, auch ausgefallene Ideen umzusetzen. So stellen die Zeichner der Erich Keller AG ihre Pläne am Rechner in 3D her – und nicht wie in Schreinereien sonst üblich in 2D. «Dadurch können wir auch technisch Anspruchsvolles einfach und rational umsetzen», erklärt Paul Keller. Nicht nur die Generalsekretäre der UNO werden es zu schätzen wissen.

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Fotorealistische Darstellung der Traumküche

Moderne Küchen müssen nicht nur schön und praktisch sein, sondern auch Platz für eine Vielzahl an ganz unterschiedlichen Küchengeräten bereithalten. Wer auf der Suche nach einer neuen Küche ist, kann jetzt die grosse Erfahrung der Erich Keller AG im Innenausbau nutzen. Für 200 Franken arbeiten die Innenausbauspezialisten einen unverbindlichen Vorschlag einer Küche aus. In diesem Angebot integriert sind eine Visualisierung (fotorealistische Darstellung) sowie eine Besprechung inklusive Materialauswahl im Showroom in Sulgen. Das Angebot ist auf 20 Interessenten beschränkt und gültig bis Ende Februar. Die Küchen von Erich Keller sind Einzelstücke, welche in individueller Planung gemeinsam mit dem Auftraggeber entstehen. (tos)

 

Fakten

Hauptsitz

Erich Keller AG, Romanshornstrasse 17, 8583 Sulgen, Telefon 071 644 88 88, Fax 071 644 88 80, www.erichkeller.com, info@erichkeller.com

Tätigkeitsbereich

Innenausbau für Private und Geschäfte (Geschäftsräume, Privat, Küchen, Empfang, Konferenz), Bildschirmarbeitsplätze (Handelsräume, Kontrollräume, Studios, Schulungsräume, Tischklimatisierung), Klimasysteme

Niederlassungen

Weltweit tätig

Gründung

1951

Mitarbeiter

100

Lehrlinge

11

 

Impressum:

Eine Sonderseite in Zusammenarbeit mit Erich Keller AG. Redaktion: Verlagsredaktion St. Galler Tagblatt AG, sonderseiten.redaktion@tagblatt.ch, Telefon 071 272 73 52. Werbemarkt: NZZ Media Solutions AG, sonderseiten.inserate@tagblatt.ch, Telefon 071 272 77 77


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