Das Fenster als Hightech-Produkt

KLARER FENSTER ⋅ Seit über 120 Jahren produziert die Klarer Fenster AG Qualitätsfenster in St. Gallen. In dieser Zeit sind die Anforderungen an das Produkt bezüglich Material, Design, Nachhaltigkeit und Preis stetig gestiegen.
30. September 2016, 14:45

MARTINA LUTERBACHER
 

Die Wege sind nicht weit. Die Produktionshallen der Klarer Fenster AG liegen nur einige Schritte neben dem grosszügig angelegten Ausstellungsraum und der Administration – alles zentral in St. Gallen gelegen. Hier produziert das Familienunternehmen nebst klassischen Holzfenstern auch Holz-Metall-Konstruktionen sowie Qualitätsfenster und Haustüren aus umweltfreundlich produziertem Kunststoff.

Die Klarer Fenster AG blickt auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück: «Uns gibt es bereits seit 120 Jahren», sagt Co-Geschäftsführer Ludwig Klarer. 1895 wurde der Betrieb durch die Familie Mettler in St. Gallen gegründet. 1979 übernahm Joseph Klarer das Ruder, selbst langjähriger Mitarbeiter im Betrieb. Seit 1985 führen nun dessen Söhne Josef und Ludwig Klarer das Unternehmen – und mit Adrian und Rafael Klarer steht bereits die nächste Generation bereit. Was vor über einem Jahrhundert noch reine Handarbeit war, übernehmen heute teilweise modernste Maschinen. «Vollständig verdrängen können Maschinen und Roboter die ausgebildeten Fachkräfte aber nie», sagt Co-Geschäftsführer Josef Klarer.



Über 50 Fenstersysteme und 4800 Profile
Fenster sind nicht gleich Fenster. «Bei Kunststofffenstern ist die Herstellung und der Ablauf der Arbeitsschritte völlig anders als bei Holzfenster», erläutert Josef Klarer. Während die Profile der Holzfenster vor Ort aus bis zu sechs Meter langen Holzblöcken gehobelt werden, kauft das Unternehmen die Profile für die Kunststofffensterproduktion bereits fertig ein. Die Holzfenster erfüllen nicht nur höchste architektonische Anforderungen, sondern genauso energetische, ökologische und wirtschaftliche Kriterien. «Und dies alles, ohne ihren natürlichen Charme zu verlieren», sagt Josef Klarer. «Moderne Kunststofffenster stehen den hochwertigen Holzfenstern allerdings in nichts mehr nach.» Erstere überzeugten vor allem durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, zudem bilde die Verbindung mit Aluminiumelementen eine starke Kombination für Wärmedämmung und Witterungsschutz. Immer beliebter wird auch das Holz-Metall-Fenster – dieses verbindet die Vorteile beider Materialien. «Im Hausinnern besticht die natürliche Schönheit des Holzes, aussen schützen die Aluminiumprofile das Fenster vor Wind und Wetter», erklärt Josef Klarer.

«Wir unterscheiden nicht zwischen ‹guten› oder ‹schlechten› Fenstern. Es gibt nur richtige», sagt Ludwig Klarer. Entscheidend bei der Wahl des idealen Fensters sei, dass es die Anforderungen bezüglich Material, Design, Nachhaltigkeit und Preis perfekt erfülle. Die Kunden haben die Wahl zwischen über 50 verschiedenen Fenstersystemen und bis zu 4800 unterschiedlichen Profilen. Die hauseigenen Monteure bauen die Produkte der Klarer Fenster AG nicht nur in Neubauten ein, sondern stehen auch bei Renovationen im Einsatz – beispielsweise in der St. Galler Altstadt. «Bei der Renovation von Altstadtgebäuden arbeiten wir eng mit dem Denkmalschutz zusammen. So entstehen hochmoderne Fenster mit optimaler Wärmedämmung – die aber das Aussehen des Gebäudes nicht verändern», erklärt Josef Klarer.

Aus Abfall Energie gewinnen
Der nachhaltige und umweltfreundliche Umgang mit Energie spielt bei der Klarer Fenster AG nicht nur bei ihren Produkten eine wichtige Rolle – sondern ist auch in den eigenen Räumlichkeiten von zentraler Bedeutung. Vor drei Jahren tätigte das Unternehmen deshalb Investitionen in Millionenhöhe, wobei der Ausbau der Holzwärme-Zentrale im Mittelpunkt stand. «Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne – diese befördern wir mittels einer Saugvorrichtung in den Silo», sagt Josef Klarer. Der Spänesilo fasst bis zu 618 Kubikmeter Holzschnitzel. Die Holzwärme-Zentrale verbrennt diese dann und versorgt so nicht nur das Hauptgebäude und die Produktionshallen der Klarer Fenster AG, sondern auch das Gewerbehaus nebenan mit Wärme. «Jährlich sparen wir damit bis zu 50 Tonnen Heizöl ein», sagt Josef Klarer. Auch der Ausschuss aus der Kunststofffensterproduktion wird gesammelt und recycelt. Später entsteht daraus wieder Rohmaterial für neue Fenster.

Wie viele andere Branchen steht auch die Fensterproduktion unter Druck, durch auswärtige Konkurrenz nimmt dieser kontinuierlich zu. Eine Verlagerung der Produktion ins preisgünstigere Ausland kommt für die Geschäftsführer der Klarer Fenster AG aber nicht in Frage. «Wir sind ein Ostschweizer Unternehmen und glauben an die Zukunft des Standorts St. Gallen. Unsere Arbeitsplätze bleiben hier», betont Ludwig Klarer. «Wir sind überzeugt, dass es auf lange Sicht besser ist, alles aus eigener Hand herzustellen.» Nur so könnten die Qualität gesichert und die vielfältigen, individuellen Kundenwünsche erfüllt werden. Die vollen Auftragsbücher geben der Strategie recht.

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Hohe Ansprüche auch an Haustüren

Anders als es der Name «Klarer Fenster» vermuten lässt, produziert das Familienunternehmen in St.Gallen auch Kunststofftüren. «Haustüren gelten als Visitenkarten der Bewohner», sagt Co-Geschäftsführer Josef Klarer. Der Gestaltung des Hauseingangs müsse deshalb besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. «Ein zeitloses Design, Sicherheit und beste Wärmedämmwerte stehen bei der Produktion im Vordergrund», sagt Klarer. Die Möglichkeiten, eine Haustür zu gestalten, sind vielfältig. Ein Haustürkonfigurator auf der Webseite des Unternehmens hilft den Kunden, einen individuellen Eingang zu gestalten, stets abgestimmt auf die Wohnsituation. Zusammen mit einer persönlichen Beratung und einem Rundgang durch den Ausstellungsraum an der Gröblistrasse 14 lässt sich so das passende Produkt finden. (mlu)

 

Fakten

Adresse

Klarer Fenster AG, Gröblistrasse 14
9014 St. Gallen, www.klarer.ch
Telefon 071 272 10 10


Mitarbeiter

Insgesamt: 58
Administration: 13
Produktion: 25
Montage: 20

Output pro Jahr

10 000 Fenster
24000 Quadratmeter Fenster
54000 Laufmeter Fensterrahmen

Verbrauch Rohmaterial pro Jahr

450 Tonnen Glas
250 Tonnen/ 1500 m3 Holz

Gründungsjahr

1895
 

 

Partner von Klarer Fenster:

 

 

 

Impressum:

Eine Sonderseite in Zusammenarbeit mit Klarer Fenster AG. Redaktion: Verlagsredaktion St. Galler Tagblatt AG, sonderseiten.redaktion@tagblatt.ch, Telefon 071 272 73 52. Werbemarkt: NZZ Media Solutions AG, sonderseiten.inserate@tagblatt.ch, Telefon 071 272 77 77


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