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Viel Stoff zum Wohnen

Auch die Wohnung braucht Kleider. Mit Wohntextilien kann man nicht nur einfach von Sommer auf Herbst umschalten, sie bringen auch Farbe, Gemütlichkeit, Wärme und viel persönlichen Stil in das Zuhause.

20. Oktober 2016, 09:00
MARIANNE KOHLER NIZAMUDDIN

Designermöbel und Einrichtungskonzepte in Ehren, doch Wohnen hat auch eine weiche Seite, und dafür sorgen Stoffe.Sie sind es, die vieles definieren und es schaffen, dass aus einer Wohnung ein echtes Zuhause wird. Textilien sind gerade wieder besonders gross angesagt. Sofas und auch Betten zeigen sich mit Vorliebe mit Stoffbezügen, sind gross und weich und laden ein, so richtig zu entspannen. Polsterstoffe schaffen das, was Leder nicht so gut kann, sie zeigen sinnlichere Farben und Texturen und bieten Kuschelkomfort. Alle, die schon mal versucht haben, sich auf einem Ledersofa so richtig gemütlich reinzukuscheln, wissen, dass die glatte Oberfläche das nicht so einfach zulässt. Leder steht denn auch eher für Status, Stoff aber ist eine sehr persönliche Angelegenheit. So persönlich, dass man natürlich auswählen möchte, deshalb kann man praktisch bei allen Sofas, vielen Sesseln und vermehrt auch bei den Betten den Bezug selber wählen.

Vorhänge sind mehr als Kleider für die Fenster
Eine sehr individuelle Angelegenheit sind auch die Vorhänge. Jede Wohnung hat andere Fenster und natürlich auch unterschiedliche Wohnstile. Vorhänge sind also meist Einzelstücke, ein kleines Stückchen Haute Couture. Denn Fensterkleider sehen nur gut aus, wenn sie mit Liebe und Sorgfalt ausgewählt und genäht werden. Ein echter Faltenwurf, eine gewisse Grosszügigkeit und sorgfältige Verarbeitung sind dabei wichtig. Heute lieben wir die Vorhänge, weil sie uns Wohnlichkeit und mehr Privatsphäre bieten. Das war aber zu Beginn nicht der Grund, um Stoffe an die Fenster zu hängen. Textilien waren so teuer und exklusiv, dass man davon nur wenige hatte. Wer also ein schönes Stück Stoff ans Fenster hängte, tat dies zuerst für die anderen   damit diese sehen, dass Wohlstand im Haus herrscht.

Eine persönliche Angelegenheit
Wir wohnen wieder lieber für uns selbst, nutzen unser Zuhause, um uns zurückzuziehen, zu entspannen und aufzutanken. Auch arbeiten wir gerne und öfters wieder daheim, das nicht zuletzt, weil wir uns zu Hause besser aufs Wesentliche konzentrieren können. Teilen tun wir unser Heim gerne mit unseren Liebsten, aber wir benutzen es nicht mehr als Prestige- und Herzeigestück. Ein anderer Grund, dass Wohnen persönlicher geworden ist, ist der, dass wir öfters umziehen als früher und sich unsere Familien- und damit auch Wohnsituationen vermehrt verändern. Textilien helfen uns schnell und einfach, ein persönliches Zuhausegefühl zu kreieren. Mit Kissen auf Sofas, edler Bettwäsche, kuschligen Decken oder weichen Teppichen können wir kreativ, sinnlich und unkompliziert unseren Cocoon oder unser Nestchen erschaffen. Kissen und Decken sind deshalb auch zu den beliebtesten Wohnaccessoires geworden. Sie sind Schmuckstücke, die verschönern, Stil schaffen, aber auch viel Komfort bringen. So sind Kissenberge auf Sofas und Betten und Decken, die in Schichten oder lose fallend Möbel umarmen, gross im Trend.
Wir haben sie neuentdeckt, die Wäsche im Wohnbereich. Immer weniger mögen wir das nordische Schlafen mit den poppig bunten, für alle sichtbaren Bettbezügen. Auch haben wir genug von abwaschbaren Tischsets, billigen Küchentüchern und Frottétüchern in leuchtenden Farben. Es wird wieder edel, natürlich und stilvoll im Wäscheschrank.

Leinen hat seine Steifheit verloren
Leinen erlebt seit ein paar Jahren ein riesengrosses Revival und hat dabei seine ganze Steifheit und auch das blütenreine Weiss verloren. In den Einrichtungshäusern findet ein richtiges Wettrennen statt im Anbieten von wunderschöner, weich fliessender Leinenwäsche in möglichst vielen differenzierten Farbtönen für Bett und Tisch. Wir können wählen und dürfen mischen, ganz wie es uns beliebt. In der Küche lieben wir gerade den Bistrotrend, der uns nicht nur in Sachen Geschirr und Haushaltartikel zu den Profis schickt, sondern auch im Wäschebereich. Hier sind wieder Küchentücher, Schürzen oder Lappen angesagt, die aus edlen, reinen Naturmaterialien sind und an Landgasthöfe und Bistros erinnern. Im Bad lieben wir den Hotel-Chic: flauschige Baumwollfrottétücher, ein bisschen Spa-Chic und vor allem viel Eleganz.

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