Tagblatt Online
7. April 2017, 12:30 Uhr

«Wir sind definitiv angekommen»

Christian Manser (rechts) und Joachim Bühler sind im Ausserrhodischen gerne für die SGKB tätig. Zoom

Christian Manser (rechts) und Joachim Bühler sind im Ausserrhodischen gerne für die SGKB tätig.

Christian Manser und Joachim Bühler leiten die SGKB-Niederlassungen in Herisau und Teufen. Im Gespräch blicken sie auf 20 Jahre Präsenz im Kanton Appenzell Ausserrhoden zurück und erklären, was ihre Bank so besonders macht.

Sie beide vertreten eine Kantonalbank auf «fremdem» Territorium. Fühlen Sie sich in Ausserrhoden nicht als Aussenseiter?
Manser: Keineswegs. Wir fühlen uns hier heimisch mit Leib und Seele. Die SGKB ist mit zwei Niederlassungen physisch vor Ort, sie bildet junge Leute aus und – last but not least, zahlt sie hier auch Steuern.
Bühler: Das kann ich bestätigen: Man hat uns hier akzeptiert – ohne Wenn und Aber. Wir sind präsent, engagiert und beteiligen uns aktiv am Geschehen in der Region.

Dennoch war es ein kühner Entscheid der SGKB, in «Nachbars Gärtli» zu grasen…
Manser: Die Situation in Ausserrhoden vor 20 Jahren mit dem Verkauf der ARKB an die SBG und mit der 1998 folgenden Fusion von SBG und Bankverein zur UBS war speziell. Hier wollte die SGKB der Bevölkerung weiterhin die Dienste einer Kantonalbank anbieten. So haben wir die Lücke wieder gleichwertig geschlossen. Mit Blick auf das erfreuliche Wachstum der letzten Jahre war der Entscheid richtig.
Bühler: Die St. Galler Kantonalbank war ja als Nachbar nicht völlig unbekannt. Ihr guter Name und ihre moderne Entwicklung zu einem börsenkotierten Unternehmen haben zusätzlich mitgeholfen, uns zu positionieren. Wir mussten nicht viel Überzeugungsarbeit leisten.

Die St. Galler Kantonalbank ist in 20 Jahren kontinuierlich gewachsen, sowohl räumlich als auch personell, und hat auch ihr Dienstleistungsangebot laufend ausgebaut. Wie haben Sie dies wahrgenommen?
Manser: Seit 16 Jahren schätze ich die Begegnungen mit Kunden, welche uns als kompetenter und lösungsorientierter Partner wahrnehmen. Auch war es enorm spannend, einen Markt «auf der grünen Wiese» aufzubauen und mit unseren Kunden – getreu unserem Motto– «gemeinsam zu wachsen». Wir sind definitiv in Ausserrhoden angekommen und freuen uns, hier zu arbeiten.
Bühler: Im Appenzeller Mittelland war der Abbau im Bankensektor stark spürbar. Umso schöner war es, die «gegen den Trend» neu gegründete Niederlassung in Teufen zu begleiten und den Aufbau mitzugestalten. Mit dem Eintritt in die Geschäftskundenbetreuung im 2010 bieten wir zudem als einzige Bank vor Ort diesen Service. Die Krone war dann der Bezug des Neubaus im Herbst 2013, buchstäblich ein in Beton gegossenes Bekenntnis zum Standort.

Warum sollten Kundinnen und Kunden die St. Galler Kantonalbank für ihre Bankgeschäfte wählen?
Bühler: Weil wir uns stark für unsere Kunden engagieren. Bevölkerung, Institutionen und Vereine spüren und schätzen es, wenn man sich zeigt. Dadurch entsteht das nötige Vertrauen.
Manser: Wir sind konstant, berechenbar und bieten als Universalbank eine umfassende Beratung in allen Fragen rund ums Geld. Zudem haben wir die optimale Grösse: In jeder Niederlassung ist das nötige Know-how vorhanden, Entscheide können dort beurteilt und dank kurzen Wegen schnell gefällt werden.

Das Bankgeschäft hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert – Stichwort Digitalisierung. Macht da eine physische Niederlassung überhaupt noch Sinn?
Bühler: Ja, sicher. Gerade weil sich vieles verändert hat und das Geschäft komplexer geworden ist, schätzen unsere Kunden offene Türen und Ohren umso mehr. Die SGKB ist ja im ganzen Kanton präsent: Mit Herisau und Teufen decken wir das Ausserrhoder Hinter- und Mittelland ab. Im Vorderland unterstützen uns unsere Kollegen in Rorschach, Rheineck und St. Margrethen.
Manser: Zudem ist ja nicht die Infrastruktur alleine entscheidend, sondern die Nähe. Wir sind für unsere Kunden persönlich da – von acht bis acht – also auch über die regulären Geschäftszeiten hinaus, und besuchen sie auch zu Hause oder im Betrieb.

Die St. Galler Kantonalbank engagiert sich in ihrem Heimkanton für Wirtschaft und Gesellschaft. Was tut sie für den Kanton Appenzell Ausserrhoden?
Manser: Als KMU-Bank sind wir mit dem Wirtschaftsumfeld bestens vertraut, zeigen uns partnerschaftlich und bringen uns als Partner des Gewerbeverbands sowie Mitglied in den lokalen Gewerbevereinen aktiv ein. Zudem stellen wir zum Austausch auch unsere eigenen Kundenveranstaltungen «KMU Profil» sowie das jährlich in Teufen stattfindende regionale Konjunktur- und Trendforum «Horizonte» zur Verfügung.
Bühler: Im weiteren zu nennen sind die diversen Sponsorings für Kultur und Sport. Beispielsweise nehmen wir als Trikotsponsoren des FC Herisau und des FC Teufen das Gleiche wahr, was die Gesamtbank für den FC St. Gallen darstellt. Und dann sind in den letzten Jahren viele Freiwilligenengagements hinzugekommen. Dadurch etwa ist eine langjährige Partnerschaft mit der Stiftung Waldheim in Walzenhausen entstanden.

Herr Manser, Herr Bühler, Sie beide kommen ursprünglich aus Innerrhoden beziehungsweise St. Gallen. Wie fühlen Sie sich persönlich mit Ausserrhoden verbunden?
Bühler: Ich wohne seit 2006 in Ausserrhoden, zuerst in Teufen und seit 2011 in Gais. Seit meiner Kindheit in Abtwil hatte ich den Säntis stets im Blickfeld. Wenn ich unseren Berg sehe, dann fühle ich mich zu Hause. Selbst als ich in Zürich arbeitete, bin ich in der Mittagspause ab und zu auf den Uetliberg gegangen, nur um einen Blick auf die Säntis-Antenne zu erhaschen!
Manser: Meine Heimat ist klar das Appenzellerland. Ich schätze die gelebten Traditionen, die Silvesterchläuse, die Appenzellermusik, das Jodeln, die Alpaufzüge. Da spüre ich eine sehr starke Verbundenheit zur Region und freue mich wirklich, hier tätig sein zu dürfen. (pd)

Joachim Bühler

(Jahrgang 1972) aufgewachsen in Abtwil, arbeitete nach seinem Studium an der Universität St. Gallen bei der Swisscanto und UBS in Zürich. Seine Tätigkeit bei der SGKB nahm er 2004 im Produktmanagement am Hauptsitz auf und leitet seit 2006 die Niederlassung Teufen. Mit seiner Familie in Gais wohnend, treibt Joachim Bühler in seiner Freizeit aktiv Sport (Berg- Marathon, Skifahren, Klettern) und betätigt sich als Junioren-Fussballtrainer beimFC Teufen. (pd)

Christian Manser

(Jahrgang 1974) in Appenzell aufgewachsen, arbeitete ursprünglich bei der Sparad, Sparkassa der Administration in Appenzell, und ab 1995 bei der St. Galler Kantonalbank. Seit 2000 ist er in Herisau tätig, wo er 2013 die Leitung der Niederlassung übernahm. Er lebt mit seiner Partnerin in Schlatt und widmet sich in seiner Freizeit mit Neugier der Welt der Weine und der kulinarischen Bewirtung von Freunden und Gästen. (pd)



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