Sommerfeeling zwischen See und Sand

Ein richtiges Beachvolleyballfeld, eine exotische Strandbar und rote Pedalos auf dem Wasser: Im geselligen zweiten Teil der Generalversammlung bringt die Gastregion Bodensee-Rorschach einen Hauch Ferienstimmung in die Olma-Halle.
05. Mai 2017, 06:00
Rabea Huber
«Auf einem See haben wir wirklich noch nie gespielt. Das ist heute also eine Premiere», sagt Silvan Kuntz, Sänger von Panda Lux, während er mit seinen Bandkollegen den nächsten Song anspielt. Am Rande der unteren Olma-Halle 9 ist mitten in einem Wasserbecken eine Bühne aufgestellt. An der Wand dahinter prangt riesig das Kornhaus, das Wahrzeichen von Rorschachs Hafen, von jener Stadt, aus der auch die Senkrechtstarter Panda Lux stammen.
See und Wasser ziehen sich wie ein roter Faden durch die Halle, in der es nach der eigentlichen Generalversammlung in den gesellschaftlichen Teil des Abends übergeht. Kein Wunder, präsentiert sich hier doch die Gastregion Bodensee-Rorschach in all ihren Facetten. Über den Holzsteg gelangt man auf einen blauen «Seeteppich», wo die roten Pedalos von Urs Grobs Bootsverleih im Rorschacher Hafen Ferienstimmung in die Halle zaubern. Direkt daneben läutet der Hafenmeister die grosse Schiffsglocke: Weiter geht die Fahrt mit der Bodensee Schifffahrt, die ihre Gäste auf ihren Themenschiffen an Bord willkommen heisst.
«Leinen los, Schiff ahoi», tönt es auch in einem anderen Teil der Halle: Hier schwimmt das riesige Kreuzfahrtschiff Aida mitten im Wasser. Natürlich ­handelt es sich nicht um die richtige Aida, sondern um ein akribisch genau und massstabgerecht nachgebautes Modell. Der Schiffs-Modell-Club Goldach zeigt im Wasserbecken und «an Land» auf dem Trockenen seine sehenswerten Arbeiten. Und wer mag, kann sich für kurze Zeit selber als Kapitän fühlen und das Steuer des Modellschiffes in die Hand nehmen.

Figuren und Formen aus Sandblöcken
Direkt daneben sind nicht nur die motorischen, sondern auch die gestalterischen Fähigkeiten gefragt. Denn wo es viel Wasser hat, ist auch der Sand nicht weit. Und so gilt es unter fachkundiger Anleitung von Urs Koller, dem Initiator des Rorschacher Sandskulpturenfestivals, die gepressten Sandblöcke zu kunstvollen Figuren zu formen. Was bei den Künstlern aussieht wie ein Kinderspiel, entpuppt sich als echte Herausforderung.
Ein riesiger Sandkasten der anderen Art ist in der Halle ebenfalls aufgebaut: Auf einem richtigen Beachvolleyballfeld werden gerade Freiwillige gesucht, die zusammen mit den professionellen Beachvolleyball-Spielerinnen einen kurzen Match wagen. Und schon landet der Ball mit einem Smash im Sand. Die Tribüne am Spielfeldrand ist dabei fast bis auf den letzten Platz gefüllt, und für einen Moment wähnt man sich wirklich mitten im Sommermonat August am Turnier der Coop Beachtour beim Hafenbahnhof in Rorschach, wo jeweils Weltklasse-Spieler vor gefüllten Rängen um jeden Ball kämpfen.

Kühler Drink an der Tiki-Strandbar
Beim Sommerfeeling am See darf natürlich auch die Goldacher Tiki-Strandbar nicht fehlen. Originalgetreu auf Sand aufgebaut und mit Barelementen aus Holzpaletten kommt beim kühlen Drink auch der Genuss-Teil nicht zu kurz. Passend zum Bodensee gibt es im Fischer-Beizli eine Portion der begehrten Knusperli dazu.
Kulinarisch hat die Region am Bodensee-Ufer mit den Gemeinden Goldach, Rorschach, Thal und Altenhrein aber noch einiges mehr zu bieten: Der Braumeister der Rorschacher Kornhausbräu zeigt, wie aus Malz, Hefe und Hopfen die naturtrüben Bierspezialitäten entstehen.
Angestossen wird auf die erfolgreiche GV auch mit einem edlen Tropfen Wein. Fünf Weinbauern aus Thal zeigen, welch vielfältigen Tropfen ihre Rebberge ergeben. Mit diesen lokalen Gaumengenüssen lässt sich der Abend wunderbar ausklingen.


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