Tagblatt Online
7. April 2017, 12:30 Uhr

Appenzellerland in St. Gallen

Die überdimensionierten «Farbstifte» vor dem Eingang der Olma-Halle 9 weckten die Neugier der Aktionärinnen und Aktionäre. Zoom

Die überdimensionierten «Farbstifte» vor dem Eingang der Olma-Halle 9 weckten die Neugier der Aktionärinnen und Aktionäre.

3660 Aktionärinnen und Aktionäre besuchten am Mittwochabend die Generalversammlung der St. Galler Kantonalbank. Nachher wurde die Gastregion Appenzellerland zelebriert.

MARTIN WIESMANN

Man möchte diesen gesellschaftlichen Anlass im Jahreslauf nicht missen: Die Generalversammlung der SGKB, welche auch vielen Einwohnerinnen und Einwohnern aus der Ostschweiz gehört. Die Plätze in der Olma-Halle 9.1 reichten denn auch «traditionell» nicht für alle, was aber im Zeitalter von elektronischer Stimmabgabe und perfekter Konferenztechnik gut zu meistern ist. Einige hundert Aktionärinnen und Aktionäre fanden deshalb in der Halle 9.2 ebenso perfekte Verhältnisse vor.

Der Blick geht klar in die Zukunft
Die Beliebtheit dieses grössten alljährlichen Anlasses der SGKB hat auch mit den einmalig farbig-vielfältigen Auftritten der wechselnden Gastregionen zu tun. Nach 2006 präsentierte sich dieses Jahr schon zum zweiten Mal das Appenzellerland. Wiederum scheuten die Akteure keinen Aufwand, um sich attraktiv zu präsentieren. Entsprechend gut kam der Auftritt bei den Aktionären dann auch an. Doch vor diesem Erlebnis galt es, vom Jahr 2015 «mit gutem operativem Geschäft, der erfolgreichen Integration der Vadian Bank und dem termingerechten Abschluss der strategischen Neuausrichtung» Notiz zu nehmen, wie Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleitung, sagte. Als die Leistungen von Mitarbeitenden und Management, erbracht in einem anspruchsvollen Umfeld, verdankt wurden, gab es Szenenapplaus.

War die St. Galler Kantonalbank im 2015 noch stark mit der Vergangenheit beschäftigt, so kann sie fürs laufende Jahr den Blick verstärkt nach vorne richten. Skizziert wurden an der Generalversammlung «Zukunftsinitiativen» wie der Ausbau des Heimmarktes, massgeschneiderte Anlagestile und die Digitalisierung. Man will aber weiterhin auch in traditionelle Angebote investieren und das Rückgrat der Beratungstätigkeit bleibt das Niederlassungsnetz.

Wartezeit attraktiv überbrückt
Wortmeldungen gab es keine, und die Wahlen und Abstimmungen endeten alle mit sehr hohen Ja-Anteilen. Ein Schmunzeln ging durch die Versammlung, als beim Warten auf das Abstimmungsresultat zur Jahresrechnung 2015 (Zustimmung 99,9 Prozent) als Vorschau auf das Nachher grillierte Olma-Bratwürste projiziert wurden. Zum letzten Mal war der Kanton als Mehrheitsaktionär durch den abtretenden Finanzvorsteher, Regierungsrat Martin Gehrer, vertreten. Er erhielt einen «Rotstift», um sich die Zukunft auszumalen. Die überdimensionierten Farbstifte haben mit dem baldigen Jubiläum zu tun.


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