"Die Olma hat für mich etwas Heimatliches"

Ueli MAURER ⋅ Für Bundesrat Ueli Maurer stellt die Olma einen alljährlichen Höhepunkt dar, sowohl beruflich als auch privat. Das überrascht nicht, war der Sohn eines Bauern in seiner langen Karriere doch stets eng mit der Landwirtschaft verbunden.

23. August 2017, 05:00
Bundesrat Ueli Maurer muss eine Schwäche für die Olma haben. 2016, als der SVP-Politiker zum zweiten Mal die Messe eröffnete, war diese Aufgabe bereits aus dem Pflichtenheft für Bundesräte gestrichen – trotzdem liess er sich den Ausflug in die Ostschweiz nicht nehmen. "Dass sich hier Stadt und Land sowie Produzent und Konsument treffen ist einmalig. Sehr schön finde ich auch, dass man jeweils mit den Besuchern und Ausstellern in Kontakt treten und den Puls des Volkes spüren kann", erklärt der Vorsteher des Finanzdepartements seine Faszination. Als Bauernsohn, ehemaliger Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbandes und ehemaliger Präsident des Verbandes Schweizerischer Gemüseproduzenten ist Maurer seit Jahren fest mit der Landwirtschaft verbunden. Kein Wunder fühlt er sich an einer Landwirtschaftsmesse wie der Olma zuhause: "Die landwirtschaftlichen Produkte, die hier angeboten werden, und vor allem die vielen Tiere haben für mich etwas Heimatliches." Beim Säuli-auf-den-Arm-Nehmen, obligatorisch für den Eröffnungsgast, zeigte er auf jeden Fall keine Berührungsängste.


Austausch und Verständnis fördern

Die Olma schätzt Maurer aber auch darum, weil sie die Leute für landwirtschaftliche Belange sensibilisiert, was, so der gebürtige Zürcher, gerade in einer hektischen und globalisierten Welt immer wichtiger werde. Die Messe zeige ihren Besucherinnen und Besucher etwa, was hinter der Produktion von Lebensmitteln stecke, welche man oft gedankenlos aus den Regalen der Supermärkte nehme: "In einer schnelllebigen Welt hilft dies, sich zu erden und sich der eigenen Wurzeln bewusst zu werden." Auch für die Schweizer Identität spielt die Landwirtschaftsmesse eine wichtige Rolle: "Oft geht vergessen, dass viele von uns in der ländlichen Schweiz ihre Wurzeln haben und hier ein grosser Teil unserer gemeinsamen Werte ihren Ursprung haben. Die ländliche Schweiz hat unsere Identität geprägt und tut dies bis heute."
 

Olma in drei Worten:
Heimat, Verbundenheit, Information

 

Am Klassiker führt kein Weg vorbei

Für den sechsfachen Vater ist die Olma darum fast ein Pflichttermin – nicht nur beruflich, um sich auszutauschen und sich über die neusten Entwicklungen in der Landwirtschaft zu informieren, sondern auch privat. Schon als Jugendlicher war Maurer an der Olma. Damals hat er sich ein Lindauerli gekauft, eine der traditionellen, silberbeschlagenen Tabakpfeifen aus dem Appenzell. "Dieses ist mir bei einer Reise durch Kanada zerbrochen, und ein Kanadier war derart fasziniert von diesem Lindauerli, dass er es mir für 100 Franken abgekauft hat – bezahlt hatte ich ursprünglich aber nur zehn Franken", erinnert er sich. Am Olma-Besuch schätzt Ueli Maurer auch die kulinarische Vielseitigkeit. "Sie stellt einen guten Mix zwischen bodenständigem und internationalem Essen dar." Am Klassiker kommt Maurer aber trotzdem nicht vorbei: "Mehrere Olma-Bratwürste – natürlich ohne Senf – gehören bei jedem meiner Olma-Besuche dazu." (tos)

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