Die Olma und der Silvesterchlaus

Stefan FITZE ⋅ Vergangenes Jahr war Stefan Fitze vermehrt im Bastelraum anzutreffen: Zusammen mit seinen Kollegen des Höttli-Schuppels gestaltete er neue «Chlausehube» - zum Thema Olma.

21. Juni 2017, 05:00
Bereits als Kind war Stefan Fitze in Teufen als Silvesterchlaus unterwegs. Die Begeisterung hält sich bis heute: Der 30-Jährige ist Mitglied des Höttli-Schuppels, der vor rund zehn Jahren gegründet wurde und aus sieben Mitgliedern besteht. Als sich der Schuppel vor zwei Jahren entschied, neue "Chlausehube" herzustellen, war ein Thema schnell gefunden: "Für die Gestaltung haben wir das Thema Olma gewählt", sagt Fitze. Die einzelnen Sujets zeigen den Ablauf eines typischen Olma-Tags – vom Eingang mit Wurststand über den Stall, dem Säulirennen, der Degustationshalle, der Moststube und dem Jahrmarkt. "In unseren Augen haben wir zwei Dinge zusammengeführt, die aus dem Kulturgut der Ostschweiz nicht mehr weg zu denken und weit über die Landesgrenzen bekannt sind – das Silversterchlausen und die Olma", sagt Stefan Fitze. Die neuen "Hube" trugen die Mitglieder des Höttli-Schuppels mit Stolz. Nach dem Chlausen plagte den 30-Jährigen allerdings wie jedes Jahr etwas Muskelkater: Mit seinen 1.92 m Körpergrösse plus Chlausehube muss er in den Appenzeller Restaurants stets gebückt laufen.

 

Olma in drei Worten: Treffen, Spass, Kopfweh


Und wo ist der Olma-Botschafter während der Olma jeweils anzutreffen? "Ich besuche die Olma jedes Jahr mehrmals, ob mit dem Schuppel oder mit Familie und Freunden", sagt der 30-Jährige. "Uns trifft man am Vormittag in der gesamten Ausstellung, ab 12 Uhr in den Hallen 4 und 5 und am Abend zwischen Riesenrad und Waaghaus." Auf die Frage nach seinem schönsten Olma-Erlebnis kommt Stefan Fitzes Antwort prompt: "Ganz klar, als wir am 30. Dezember letzten Jahres um 23 Uhr unsere Miniatur-Olma und die 'Hube' nach tausenden Stunden basteln und nähen fertig gestellt hatten. Das war eine richtig knappe Sache. Wir waren nudelfertig", sagt er lachend. Viel länger hätten sich die Chläuse tatsächlich nicht mehr Zeit lassen dürfen: Das Silversterchlausen begann nur Stunden später, am 31. Dezember um
5.30 Uhr. (mlu)

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