"Die Olma gehört zum Herbst wie die bunten Wälder"

Ruth METZLER-ARNOLD ⋅ Alt Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold ist vielbeschäftigt – und nimmt sich trotzdem immer wieder gerne Zeit für die Olma.

05. April 2017, 05:00
Der Terminkalender von Ruth Metzler-Arnold ist voll – die alt Bundesrätin ist eine gefragte Managerin in der Wirtschaftswelt. «Aber auch wenn ich nicht jedes Jahr mehrere Tage an der Olma verbringe, gehört die Olma für mich zum Herbst wie die bunten Wälder», sagt Ruth Metzler-Arnold.

Engagiert war sie schon stets: Als im März 1999 die damals 35-Jährige aus Appenzell Innerrhoden in den Bundesrat gewählt wird, macht rasch das Wort «Metzler-Effekt» die Runde. Unkompliziert und unbefangen analysiert die junge CVP-Magistratin die politischen Probleme und macht sich zielorientiert an die Arbeit. Sie bewältigt die Auswirkungen des Kosovo-Konflikts auf die Schweiz, definiert eine Migrationspolitik, setzt sich für das Dossier Schwangerschaftsabbruch ein, kämpft für den bezahlten Mutterschaftsurlaub, initiiert die Schengen-Dublin-Verhandlungen und befürwortet eine aktive Europapolitik.

Neue Aufgaben und Funktionen

Bei den Gesamterneuerungswahlen des Bundesrats vom 10. Dezember 2003 wurde sie nicht wiedergewählt, mit fünf Stimmen Differenz unterlag Ruth Metzler-Arnold dem SVP-Mann Christoph Blocher. Auf diese eine Episode in ihrem Leben fühlt sie sich aber «überhaupt nicht» reduziert, wie sie in einem Interview mit der NZZ kürzlich sagte. «Aber ich stelle fest, dass die Ereignisse von damals in den Köpfen vieler Menschen noch immer verankert sind.» Heute nimmt sie sehr vielfältige Aufgaben und Funktionen wahr. So hat die Juristin und diplomierte Wirtschaftsprüferin verschiedene Verwaltungsratsmandate inne, ist Mitglied des Universitätsrates der Universität St.Gallen, Inhaberin von Metzler Strategie, Führung, Kommunikation AG und war Mitglied der Geschäftsleitung bei Novartis Frankreich.

 

Olma in drei Worten: Bi de Lüüt!


Zuhause ist die gebürtige Luzernerin weiterhin in der Ostschweiz, wo sie 1991 in Appenzell Wohnsitz nahm und 1996 von der Landsgemeinde zum Mitglied der Standeskommission gewählt wurde. Und, falls es ein freies Zeitfenster gibt, sei sie auch an der Olma anzutreffen – in den verschiedensten Ausstellungs- und Eventhallen. «Überall da, wo Freunde sind», sagt die 52-Jährige. Ein spezieller Messebesuch bleibt Ruth Metzler-Arnold besonders in Erinnerung: «Das Durchstreifen der Ausstellungshallen während der Planungsphase unseres Bauernhaus-Umbaus. Das war eines meiner schönsten Olma-Erlebnisse.» (mlu)

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