Der Wein ist seine Leidenschaft

René REGLI ⋅ In Hallau im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und heute noch dort wohnhaft, kam René Regli schon als Kind mit dem Weinbau in Berührung. Seine Familie ist seit vier Generationen mit dem Rebensaft verbunden.

17. Mai 2017, 05:00
Seit mehr als 40 Jahren betreibt Regli Weine einen Stand an der Olma. Bei der ersten Anmeldung im August 1976 wurde er allerdings noch auf später vertröstet, konnte dann aber ganz unverhofft doch noch ausstellen. "Da mussten wir allerdings Gas geben mit der Organisation", erinnert er sich. Seither trifft man den Patron, der von seiner Frau Luise unterstützt wird, vor allem an seinem eigenen Stand. Bei einem Kleinbetrieb müsse man halt alles machen, meint er. Seine erste Aufgabe am Morgen sei es, die Flaschen wieder einzuräumen. Die Firma betreibt seit vielen Jahren eine Auslieferstelle in St.Gallen, wo René Regli an zwei bis drei Tagen pro Woche auch anzutreffen ist. Einen Schock zu verarbeiten galt es, als im Jahr 2000 die Halle 7 abbrannte. "Wir hatten einen Schaden, der in die Zehntausende ging. Zum Glück war alles versichert."


Spannende Begegnungen

Auch wenn Regli die meiste Zeit an seinem eigenen Stand verbringt, besucht er doch seine Geschäftspartner in den Degustationshallen. Auch interessieren ihn immer die Sonderschauen des jeweiligen Gastkantons. Ein Treffen mit alten und neuen Bekannten - ob aus dem Militärdienst, vom Turnen oder aus einer Weiterbildung - findet er sehr spannend. Er habe ausserdem sehr viele Leute durch die Olma kennen und schätzen gelernt. Bei den Gesprächen kämen oft Erinnerungen aus alten Zeiten zum Vorschein. «Wer mich sucht, hat es relativ einfach. Mit meiner Grösse von über 1,95 Meter bin ich nicht zu übersehen.»
 

Olma in drei Worten:
Stimmung, bodenständig, Festlaune


Auf die Frage nach Kindheitserinnerungen an die Olma, antwortet Regli: "Meine Eltern waren schon im Weinbau tätig und im Herbst war und ist die strengste Zeit mit der Lese und der Einkellerung. Was heisst, dass ich als Kind die Olma nie besucht habe. " Mittlerweile ist er aber einer der dienstältesten Aussteller und könnte sich das Leben ohne die Olma nicht mehr vorstellen. Während der Messe wird er von seinem ältesten Sohn im Betrieb in Hallau vertreten. "In den vergangenen 40 Jahren ist einiges passiert. Nicolo Paganini ist der fünfte Direktor, den ich erlebe. Jeder von ihnen hätte wohl auch eine Geschichte zu erzählen."


Auch in der Schwingerzsene aktiv

Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist René Regli auch bei den Schwingern kein Unbekannter. 30 Jahre lang führte er für den Schaffhauser Schwingerverband das Rechnungsbüro und organisierte 2014 als OK-Präsident das Kantonalschwingfest. 2019 wird in Hallau das Nordostschweizerische Schwingfest durchgeführt, wo Regli ebenfalls als OK-Präsident amtet. Aus diesem Grund sind jeweils auch Schwinger – darunter einige Eidgenossen – an seinem Olma-Stand anzutreffen. (ug)

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