Mit 19 Jahren vom Olma-Virus gepackt

Peter SCHLAURI ⋅ Seit 28 Jahren ist Peter Schlauri regelmässig an der Olma anzutreffen. Vorwiegend früh morgens, meistens im Olma-Stall und neuerdings auch zusammen mit seinem ältesten Sohn.

17. Mai 2017, 05:00
Schon mit 19 Jahren kam der Gossauer Landwirt Peter Schlauri zum Olma-Stallwärter-Team, das während der Messe rund um die Uhr für das Wohl der ausgestellten Kühe, Kälber, Schweine und Co. sorgt. Dies dank seinem Vater Peter Schlauri Senior, der damals Stallchef war. "Mich packte der Olma-Virus – und liess mich nicht mehr los." Heute ist Peter Schlauri Junior der älteste des Olma-Stallteams und verantwortlich für die Mist-Entsorgung. Er hilft beim Ausmisten mit, lädt das verschmutzte Stroh mit dem Hoflader auf seinen Anhänger und transportiert die Fuhre täglich ab nach Gossau. "Ich bin der, der jeweils mit Traktor und riesigem Mistfuder durch die Stadt fährt", sagt der 47-Jährige und schmunzelt. Bis zu 40 Kubikmeter Mist fallen pro Olma-Tag an. Diesen lagert er auf seinem Hof im Weiler Espel ein, wässert und wendet ihn regelmässig, bis daraus wertvoller Kompost fürs Feld entsteht.
 

Verschiedene Mandate

"Die Lohnarbeit an der Olma ist für mich ein wichtiger Nebenerwerb", sagt Schlauri. Haupterwerb ist sein Milchvieh- und Mastschweine-Betrieb. Daneben nimmt Schlauri verschiedene Mandate als Verwaltungsrat wahr, zum Beispiel in der Genossenschaft Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost, in der Trocknungsanlage Arnegg AG sowie in der Landi Fürstenland AG. Zudem amtet er als Präsident der Käsereigenossenschaft Niederdorf in Gossau. Seine freie Zeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, Turnverein, Skifahren oder auf dem "Töff".

 

Olma in drei Worten:
Schlafraubend, erlebnisreich, verbindend


Für den engagierten Landwirt und dreifachen Familienvater gehört die Olma zur schönsten, aber auch intensivsten Zeit im Jahr. Tagwacht während der Messe ist für ihn jeweils um 4.15 Uhr. Zuerst geht’s auf einen Kontrollgang auf dem eigenen Hof, bevor er um 5 Uhr auf dem Messegelände seine Dienste antritt. Um elf kehrt er in der Regel wieder zurück auf den Hof. Nach seinem eindrücklichsten Erlebnis gefragt, erzählt er von jener Nacht im Jahr 2000, in der die Halle 7 brannte. "Ich hatte Nachtwache im Stall-Zelt und merkte, dass etwas nicht in Ordnung ist." Zusammen mit Kollegen alarmierte er die Feuerwehr und sorgte für die Sicherheit der Tiere. Zum Glück kam niemand zu schaden. "Trotzdem bekomme ich noch heute Gänsehaut, wenn ich daran denke." Und was ist denn sein schönstes Olma-Erlebnis? "Dass seit letztem Jahr auch mein ältester Sohn Manuel zum Olma-Stallteam gehört", sagt Peter Schlauri, der sich jetzt schon auf die Jubiläums-Olma freut. (seg)

Zurück zur Übersicht