«Auch an der Olma versteht man Spass»

Paola FELIX ⋅ Für die St. Galler Sängerin und Entertainerin Paola Felix stellt der Besuch der Olma ein alljährliches Ritual dar – besonders, seit sie sich aus dem Showgeschäft zurückgezogen hat.

01. Juni 2017, 05:00
«Oft ist ein Olma-Besuch mit Überraschungen verbunden», sagt Paola Felix. Eine Episode ist der 66-jährigen Schlagersängerin und Fernsehmoderatorin besonders lebhaft in Erinnerung geblieben. Zusammen mit ihrem 2012 verstorbenen Ehemann Kurt Felix habe sie einmal die Olma besucht mit der Absicht, ein Bügeleisen zu kaufen. Bestellt hat das Ehepaar aber stattdessen ein E-Piano. «Das war eine herrliche Überraschung, die uns richtig beglückt hat – wer hätte gedacht, dass wir anstelle eines Haushaltsgerätes ein E-Piano kaufen würden?», erinnert sie sich vergnügt. Noch heute erfüllen die Töne des Klaviers ihr Zuhause in St. Gallen und erinnern sie an die Olma.


Ein alljährliches Ritual

Paola Felix ist eine regelmässige Olma-Gängerin. Besonders seit ihrem Rückzug aus dem Showgeschäft Anfang der 90er-Jahre ist die Messe für die gebürtige St. Gallerin zu einem Muss geworden. «Der Besuch der Olma stellt ein alljährliches Ritual dar.» In den Jahren davor gestaltete sich der Besuch allerdings etwas schwieriger: «Ich war schon als Teenager beruflich viel unterwegs und während der Olma-Zeit oft im Ausland», erinnert sie sich. Kein Wunder: Ihre Karriere als Sängerin kam früh ins Rollen. Mit 14 Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne, mit 17 produzierte sie ihre erste Platte. Nachdem sie ein Jahr später 1969 am «Grand Prix Eurovision de la Chanson» in Madrid den zweiten Platz belegte, ging es steil aufwärts. Ihren grössten Hit hatte sie 1978 mit dem Song «Blue Bayou». 1980 heiratete sie den Schweizer Fernsehmoderator Kurt Felix, mit dem sie ab 1983 die beliebte Samstagabendshow «Verstehen Sie Spass?» moderierte. Die Sendung wurde bald zur meistgesehensten der ARD, und das Ehepaar Felix zum beliebtesten Moderatorenpaar des Deutschen Fernsehens gewählt. «Auch an der Olma versteht man Spass», sagt Paola Felix mit einem Lachen.
 

Olma in drei Worten:
Brauchtum, Begegnung, Bratwurst


«Als ich noch im Beruf war, wurde ich ab und zu als Gast in die Olma-Radio- oder Fernsehstudios eingeladen. Heute geniesse ich die Messe als interessierte Besucherin», sagt Felix. In der fröhlichen Stimmung, die sie an der Olma so schätzt, ergeben sich oft zufällige Begegnungen: «Man trifft viele Menschen und wird spontan angesprochen. So ergeben sich ungezwungene Gespräche. Immer wieder begegne ich auch Freunden und Bekannten, die ich lange nicht mehr gesehen habe.» Auf das kulinarische Angebot an der Messe freut sich Paola Felix besonders. Zum Besuch gehöre ein ganz bestimmtes Programm, wie sie erzählt: «Zur Vorspeise gibt es immer ein Ziger-Brötli, als Hauptgang selbstverständlich eine Bratwurst, und zum Dessert Magenbrot. Und der Kaffee, den es dazu gibt, war auch schon mal verbunden mit dem Kauf einer Kaffeemaschine.» (tos)

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