Mit dem Alphorn den Olma-Auftakt bereichert

Lisa STOLL ⋅ Die Bauerntochter zögerte keinen Moment, als sie angefragt wurde, Olma-Botschafterin zu werden. Lisa Stoll ist mit der Schweizer Tradition und Volkskultur stark verbunden.

26. April 2017, 05:00
Die junge Alphornbläserin Lisa Stoll kennt die Olma von Kindesbeinen an. «Ich bin auf einem Bauernhof im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und so gehörte es zur Tradition, dass die ganze Familie im Herbst einen Ausflug nach St.Gallen machte», betont die 21-Jährige. Sie und ihre Schwester hätten sich immer riesig auf den alljährlichen Olma-Besuch gefreut. Einmal sei ein Angus-Stier vom elterlichen Hof im Olma-Stall ausgestellt gewesen. Sie wisse noch genau, wie sie mit Stolz allen erklärt habe, dass das imposante Tier auf dem elterlichen Bauernhof zuhause sei. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist ihr, als sie am Eröffnungstag 2012 mit ihrem Alphorn bei der Einweihung des neuen Messestandes der Schweizer Landwirtschaft spielen durfte. «Es war für mich eine grosse Ehre, mit meinen damals 16 Jahren vor den vielen Landwirtschaftsvertretern zu spielen.»

Nachwuchswettbewerb gewonnen

Lisa Stoll hat das Alphorn mit zehn Jahren entdeckt. Der Klang faszinierte sie derart, dass sie innert kürzester Zeit auf hohem Niveau spielte. Im September 2009 nahm sie mit Carlo Brunners Komposition «Tanz der Kühe» am Nachwuchswettbewerb des Musikantenstadls teil. Sie schaffte es auf den ersten Platz, konnte am Finale im Silvesterstadl auftreten und als Gewinnerin die Nachwuchsauszeichnung «Stadlstern 2009» nach Hause nehmen. Inzwischen blickt Lisa Stoll auf unzählige Auftritte im In- und Ausland zurück und hat vier Solo-CDs veröffentlicht. Dieses Jahr stehen eine Konzertreihe in verschiedenen Kirchen und Auftritte in Sri Lanka, Japan und an einem Tattoo in Schweden auf dem Programm. Damit nicht genug: Im Sommer beginnt sie im Engadin eine Ausbildung als Tourismusfachfrau. «Mir war immer wichtig, neben der Musik ein zweites Standbein aufzubauen», sagt sie.
 

Olma in drei Worten: Kultur vom Buur


Sie habe keinen Augenblick gezögert, als sie angefragt worden sei, ob sie Olma-Botschafterin werden wolle, erzählt Lisa Stoll. «Das Alphorn ist ein Instrument, das mit Schweizer Tradition und Volkskultur in Verbindung steht. Und dies gilt auch für die Olma. Deshalb kann ich mich sehr gut mit der Landwirtschaftsmesse identifizieren und werbe gerne für sie.» Und wie beschreibt Lisa Stoll die Olma, wenn sie dafür nur drei Worte zur Verfügung hat? «Kultur vom Buur», gibt sie lachend zur Antwort. (cls)

(sanktgallenTV.ch)

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