Die halbgriechische "Chälbli-Gotte"

Katerina MISTAKIDIS ⋅ Während sie auf die Erfüllung ihres Kindheitstraums wartete, nahm sie den Ostschweizer Medienpreis entgegen, machte unzählige Moderationen und heiratete einen Bayer. Mit 31 Jahren konnte FM1-Moderatorin Katerina Mistakidis-Schneider endlich ein Olma-Kälbchen taufen.

23. August 2017, 05:00
"Als kleines Mädchen stand ich immer vor dem Gatter, das zu den Kälbchen führte. Ich wollte da rein, unbedingt, doch nur die Tierpfleger durften. Und natürlich die Gotte oder der Götti", erinnert sich Katerina Mistakidis. "Da war für mich klar – ich muss 'Chälbli-Gotte' werden", sagt sie. Vorletztes Jahr klingelte ihr Telefon und Nicolo Paganini sagte, es sei soweit. Dem Direktor der Olma Messen hatte die FM1-Moderatorin irgendwann "als ich wieder einmal an der Olma war" von ihrem Kindheitswunsch erzählt. So wurde sie am 8. Oktober 2015 Taufpatin von Simela, dem ersten Chälbli, das an der Olma 2015 geboren wurde. "Leider konnte ich den Käufer nie erreichen, sonst hätte ich die kleine Simela mal besucht", sagt die Halbgriechin, die seit vier Jahren mit einem Bayer verheiratet ist. Bis heute ist Katerina Mistakidis’ erste Anlaufstelle an der Olma die Tierausstellung. "Das weckt bei mir dieses Bauernhof-Feeling, ich mag das, es ist so bodenständig", sagt sie.


Nahe an den Menschen

Die ehemalige Diplommittelschülerin wollte ursprünglich Physiotherapeutin werden. Doch schon nach einem Jahr hatte sie es sich anders überlegt und wechselte den Ausbildungsschwerpunkt von Gesundheit zu Wirtschaft und Soziales. "Für mich war damals schon klar, ich will zum Radio", sagt die 33-Jährige. Sie absolvierte die Radioausbildung bei toxic.fm in St.Gallen und fing nach dem einjährigen Lehrgang gleich als Volontärin bei Radio Aktuell an, dem heutigen FM1.
 

Olma in drei Worten:
Heimat, Bratwurst, Geselligkeit


Kaum im Berufsleben gestartet, wurde Katerina Mistakidis mit 23 Jahren bereits mit dem Ostschweizer Medienpreis ausgezeichnet. Nach einigen Jahren "Wachmacher" moderiert sie seit vier Jahren den "Feierabend" und teilt die Geschichten des Tages mit den FM1-Hörerinnen und -Hörern. Und sie denkt gar nicht daran, etwas anderes als Radio zu machen. Denn sie liebt ihren Job: "Es hat mit dem Gefühl zu tun, nahe an den Menschen und ihrem Leben zu sein." An der Olma kommt Radio City allerdings erst an letzter Stelle – nach Tierausstellung, Säulirennen und Bratwurststand. Schliesslich ist Olma für sie: Heimat, Bratwurst, Geselligkeit. (sc)

(sanktgallenTV.ch)

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