Im «Freefall» zum traditionellen Olma-Montag

Karin WEIGELT ⋅ 120 Länderspiele, 372 Tore – ihr Name steht für siegreichen Handball im In- und Ausland. Aktuell spielt Karin Weigelt wieder für den Bundesligisten Frisch Auf Göppingen. Doch zur Olma-Zeit will die Schweizer Nationalspielerin alle Jahre wieder: Heim, nach St.Gallen!

23. August 2017, 05:00
"Die Olma zieht sogar im Ausland lebende Ostschweizer wie mich regelmässig zurück in die alte Heimat", sagt  Karin Weigelt. Die Schweizer Nationalspielerin war die letzten zehn Jahre bei Bayer 04 Leverkusen,  VfL Sindelfingen und Frisch Auf Göppingen in Deutschland, bei den Vipers Kristiansand in Norwegen und zuletzt bei HBC Celles-sur-Belle in Frankreich unter Vertrag. Aktuell spielt sie wieder in Deutschland, erneut bei Frisch Auf Göppingen. Trotzdem versucht die 33-Jährige auch im Olma-Jubiläumsjahr für ein paar Tage nach St.Gallen zu reisen. "Der Olma-Montag ist  Tradition. Da kann ich einfach hingehen und sie sind alle da – meine Freunde von diversen Sportvereinen aus der Region. Das ist immer ein grosses Wiedersehen!", schwärmt sie. "Das schaffe ich dieses Jahr leider nicht, aber das zweite Olma-Wochenende sollte klappen", verrät die waschechte St.Gallerin. Und das ist sie. Schliesslich wurde sie am 30. April 1984 geboren, am Tag, als St.Gallen mit Radio Aktuell – heute FM1 – den ersten Regionalsender erhielt. Ihr Vater, der frühere FDP-Nationalrat und Kommunikationsprofi Peter Weigelt, gehörte zum Moderationsteam der ersten Stunde. Doch an diesem Tag war er dann kurz weg.


Mit Mojito und Master

Ihr Vater war es denn auch, der sie – wie bereits ihre zwei älteren Geschwister – zum Handball inspirierte. Mit 15 Jahren begann sie beim St.Galler Handballverein LC Brühl, der mit Karin Weigelt zweimal Schweizer Meister und dreimal Schweizer Cup-Sieger wurde. Nebst ihrer Handballkarriere absolvierte die bekennende Langschläferin letzten Herbst ihren Master in Sportmanagement, nachdem sie zuvor Kommunikation und Marketing studierte hatte. "Beides hat mich immer schon interessiert und man könnte fast sagen, es wurde mir in die Wiege gelegt", sagt sie.
 

Olma in drei Worten: Heimat, Freunde, Brodworscht


Erfahrung als Beraterin in einer Werbeagentur hat sie bereits gesammelt und ihren aktuellen Verein unterstützt sie im Spiel und vom Schreibtisch aus. Wo sie nach dem Profisport sesshaft werden will, lässt sie noch offen, aber "im Moment denke ich da schon an die Schweiz". Klar ist – Mojito wird dabei sein. Und nein, das ist nicht Karin Weigelts Lieblingsdrink. Es ist ihr grauer Kater, der mit ihr all die Auslanderfahrung gesammelt hat, weil sie ihn immer mitnimmt. Den Namen fand sie witzig, genauso wie den Freefall-Tower am Jahrmarkt: "Da bin ich immer anzutreffen, das gehört unbedingt zu meinem Olma-Besuch dazu!" Schliesslich fasst sie die Olma in die drei Worte «Heimat, Freunde, Brodworscht.» (sc)
 

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